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Wandertag am Leuchtturm Saint Mathieu

Wollen wir heute wirklich wandern?
Wollen wir heute wirklich wandern?

Als wir morgens aufstehen, sieht es alles andere als nach einem Wandertag an der See aus. Es regnet und weht kräftig, aber so war es auch angesagt. Wir lassen uns nicht abhalten, packen einige wetterfeste Sachen ein und an der Bushaltestelle kommt sogar die Sonne heraus.

Blick auf die aufgewühlte See
Blick auf die aufgewühlte See

Die Bustour führt durch die engen Straßen in Brest und in den Dörfern Richtung Pointe Saint Mathieu. Der Leuchtturm von Saint Mathieu liegt am Chenal du Nord-Ouest de Molène. Früher war hier ein Benediktiner Kloster, das auch für die Unterhaltung des Leuchtfeuers zuständig war. Von dem Kloster sind heute nur noch die Ruinen über, aber sie ragen noch hoch hinaus und sind auch von See aus neben dem Leuchtturm deutlich zu erkennen.

Die Seenotretter nutzen das stürmische Wetter zu einer Übung
Die Seenotretter nutzen das stürmische Wetter zu einer Übung

Als wir ankommen, bläst ein kräftiger Wind mit etwa 5-6 Beaufort aus Südwest gegen den kräftigen Ebbstrom und bringt die See im Chenal zum Kochen. Im Seehandbuch des Seegebietes befindet sich auch ein entsprechender Warnhinweis, die Wind gegen Strom Situation zu vermeiden. Hier ist Klaus vor gut einer Woche bei schönstem Wetter durchgesegelt. Heute sieht es anders aus und im Chenal ist nur der Rettungskreuzer aus Le Coquet zusammen mit einem RIB-Boot bei einer Übung zu beobachten.

Zum Museum des zweiten Weltkriegs müssen wir ein Stück die Landstraße entlang laufen. Die Küstenbatterie ist schon von Weitem zu sehen.
Zum Museum des zweiten Weltkriegs müssen wir ein Stück die Landstraße entlang laufen. Die Küstenbatterie ist schon von Weitem zu sehen.

Für den Vormittag sind noch einige heftige Schauer angekündigt. Wir begeben uns zunächst zum Musée Memoires 39-45 in der Bunkeranlage der alten Küstenbatterie Graf Spee. In der Ausstellung der alten Bunkeranlage empfängt uns eine sehr bedrückende Atmosphäre mit vielen Zeitzeugenberichten aller Seiten, Exponaten aus der Zeit und Zusammenstellungen über die Kriegszeit.

Zuerst geht es in den Keller. Dort sind die Hinterlassenschaften der Deutschen genutzt worden, um die damalige Situation in den Unterkünften der deutschen Soldaten zu zeigen und auch aus Briefen, Tagebüchern und nachträglichen Berichten zu zitieren. In den Etagen darüber geht es um die französische Bevölkerung. Es kommen Zivilisten, Soldaten, Zwangsarbeiter und Mitläufer zu Wort. Im nächsten Bereich geht es um die Resistance und deren Zusammenarbeit mit den Alliierten. Auch die eingesetzten Spione kommen zu Wort. In einem nachempfundenen privaten „Luftschutzkeller“ sind wir 7 Minuten zu Gast und erfahren während eines fingierten Luftangriffs (inklusive Lärm, Erschütterungen und Stromausfall) von den als Puppen dargestellten Bewohnern von ihren Erlebnissen, aber auch von ihren Wünschen und Hoffnungen. Trotz des düsteren Themas war das eine sehr sehenswerte Ausstellung, die die Menschen in den Vordergrund gestellt hat.

Von dort sind wir froh direkt an die Küste zu kommen, um uns den Wind um die Nase blasen zu lassen. Die Tide ist gekentert und es sind weniger Schaumköpfe zu sehen, da nun Strom und Wind in die gleiche Richtung gehen. Trotzdem ist es da draußen immer noch kein Spaziergang.

An der Küste gibt es einen Punkt, an dem früher Seetang auf den Felsen gesammelt wurde. Dazu gab es eine Hebevorrichtung an der Steilküste, um den Seetang nach oben zu bekommen. Die Aufmauerungen und ausgearbeiteten Steinplatten sind heute noch zu erkennen.

Am Phare de Saint Mathieu gibt es für uns ein Sandwich zur Stärkung. Die Schauer sind erst einmal durchgezogen und wir sitzen in der Sonne. Die Ruinen der alten Abtei sind beeindruckend.

Daneben gibt es auch einen mit einer hohen Mauer umgebenen Garten. Die Mönche mussten sich selbst mit Obst und Gemüse versorgen. Den neuen Leuchtturm hat man neben die Ruinen gesetzt und er überragt sie deutlich.

Die Gedenkstätte für die Seeleute
Die Gedenkstätte für die Seeleute

Neben Abtei-Ruinen und Leuchtturm befindet sich an dem Ort auch eine Gedenkstätte für die Seeleute, die für Frankreich ihr Leben gelassen haben. Über ein paar Stufen geht es hinab in mehrere Räume, in denen Erinnerungsfotos hängen. Die schiere Menge wirkt sehr eindrucksvoll und die Fotos lassen aus Zahlen wieder Menschen werden.

Von hier beginnen wir unsere Küstenwanderung nach Le Conquet. Mehrere Schauerwolken machen Anstalten über uns hinwegzusehen, aber sie gehen vor oder hinter uns durch. So kommen wir trocken in Le Conquet an und mit dem Bus zurück nach Brest.

Warten auf den Bus
Warten auf den Bus

Museumstag in Brest

Heute ist wieder ein Wochentag und  die Geschäfte haben geöffnet. Da Klaus von seiner Segeltour noch das ganze Segelzeug dabei hat, wollen wir uns erkundigen, ob man ein Paket von Brest nach Hause schicken kann und wieviel es kostet. Wir werden in einem Mailbox-Laden ganz um die Ecke fündig. Von hier kann man mit verschiedenen Anbietern Pakete in alle Welt verschicken. Die Mitarbeiterin sorgt sich rührend um uns und sucht die günstigste Variante heraus. Wir erstehen auch gleich einen entsprechenden Karton, der dann Anfang nächster Woche auf den Weg gehen soll.

Eingang in das Marinemuseum im Schloss. Vermutlich war dieser Platz schon früher besiedelt, aber die früheste nachweisbare Bebauung stammt aus der Römerzeit und ist genau hier anhand der rötlichen Ziegelstreifen in der Mauer auf der rechten Seite zu erkennen
Eingang in das Marinemuseum im Schloss. Vermutlich war dieser Platz schon früher besiedelt, aber die früheste nachweisbare Bebauung stammt aus der Römerzeit und ist genau hier anhand der rötlichen Ziegelstreifen in der Mauer auf der rechten Seite zu erkennen

Eigentlich hatten wir für heute Nachmittag eine Stadtführung für Brest geplant, aber es stellt sich in der Touristen Information heraus, dass diese bereits ausgebucht ist. Also buchen wir eine andere Führung am Freitag Nachmittag, nach unserer Segeltour mit der „Recouvrance“ um 15:00 Uhr.  Ohne Planung geht hier nichts.

Am 1. August 1785 stachen von Brest aus zwei Schiffe in See, um James Cook nachzueifern. Die Schiffe waren mit hochkarätigen Wissenschaftlern und reichlich wissenschaftlichen Instrumenten ausgestattet und sollten den Pazifik erforschen. Ihre Forschungsergebnisse schickten sie regelmäßig nach Hause, aber die Schiffe und die Mannschaft verschwanden 1788 spurlos. Erst viele Jahre später wurden die Wracks der beiden Schiffe gefunden. Von der Mannschaft wurde nur eine Leiche geborgen. Diese ist hier im Schloss namenlos bestattet.
Am 1. August 1785 stachen von Brest aus zwei Schiffe in See, um James Cook nachzueifern. Die Schiffe waren mit hochkarätigen Wissenschaftlern und reichlich wissenschaftlichen Instrumenten ausgestattet und sollten den Pazifik erforschen. Ihre Forschungsergebnisse schickten sie regelmäßig nach Hause, aber die Schiffe und die Mannschaft verschwanden 1788 spurlos. Erst viele Jahre später wurden die Wracks der beiden Schiffe gefunden. Von der Mannschaft wurde nur eine Leiche geborgen. Diese ist hier im Schloss namenlos bestattet.

Nach dem Mittag besuchen wir stattdessen das Marine Museum. Es ist in der Festung, dem Château, über dem Marine Stützpunkt untergebracht. Hier erfährt man einiges über die Entstehung und Entwicklung von Brest und dessen Vergangenheit, die bis in die Römerzeit zurück reicht. Die gut geschützte Bucht mit der tiefen Meerenge am Eingang hat den Hafen an der Mündung des schiffbaren Flusses Penfeld schon immer sehr wertvoll gemacht.

Das Schloss diente nicht nur militärischen Zwecken, sondern einer der Türme diente auch als Wohnort der Anne von Bretagne (1477 - 1514). Wobei sie sich hier nicht dauerhaft aufgehalten hat.
Das Schloss diente nicht nur militärischen Zwecken, sondern einer der Türme diente auch als Wohnort der Anne von Bretagne (1477 – 1514). Wobei sie sich hier nicht dauerhaft aufgehalten hat.

Zwischenzeitlich gehörte das Schloss sogar einmal zu England, wurde den Engländern dann aber abgekauft. Unter Ludwig XIV wurde der Ort zu einem Marine Zentrum mit Schiffbau, Ausrüstung und Versorgung  der französischen Flotte ausgebaut und mit dem Ort Recouvrance zu Brest verschmolzen. Brest war und ist der Ausgangspunkt für viele militärische, aber auch zivile maritime Unternehmungen. So starten von hier auch einige Hochseeregatten und Challenges, wie die Jules Verne Trophy, der schnellsten Weltumrundung unter Segeln.

Blick auf den Tour Tanguy. Der Tour Tanguy wurde im 14. Jahrhundert gegenüber vom Schloss gebaut, als dieses von englischen Soldaten besetzt war.
Blick auf den Tour Tanguy. Der Tour Tanguy wurde im 14. Jahrhundert gegenüber vom Schloss gebaut, als dieses von englischen Soldaten besetzt war.

Das Fotografieren auf dem Gelände des Marine Museums ist, wegen seiner Lage auf dem Marine Stützpunkt, natürlich eingeschränkt. Wir machen trotzdem einige Bilder, da man von hier einen tollen Blick auf Stadt und Bucht hat. Den Bereich des Marinestützpunktes lassen wir, wie es sich gehört aus.

1778 gewann in einer Seeschlacht das französische Schiff "Belle Poule" gegen die englische "Arethusa". Damit begann die französische Unterstützung des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges. Dieser Sieg erregte soviel Aufmerksamkeit in Frankreich, dass in Versailles sogar Frisuren zur Feier dieses Ereignisses kreiert wurden.
1778 gewann in einer Seeschlacht das französische Schiff „Belle Poule“ gegen die englische „Arethusa“. Damit begann die französische Unterstützung des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges. Dieser Sieg erregte soviel Aufmerksamkeit in Frankreich, dass in Versailles sogar Frisuren zur Feier dieses Ereignisses kreiert wurden.

Leider gibt es in dem Museum kein Café, so dass wir das Château mit hängendem Magen und Durst verlassen. Auf der ‚Rue de Siam‘ finden wir ein Bistro, in dem man gegen 16:00 Uhr eine Kleinigkeit Essen und Trinken kann. Die Bars haben um diese Zeit keine Speisen und die Restaurants haben noch nicht geöffnet.

Wir treffen wieder auf "Le Chat". Diesmal nimmt die Katze Rache und zum ersten Mal wird ein Auto von einer Katze überfahren.
Wir treffen wieder auf „Le Chat“. Diesmal nimmt die Katze Rache und zum ersten Mal wird ein Auto von einer Katze überfahren.

Als wir das Bistro verlassen, ist es 17:30 Uhr und wir schlendern über die Pont de Recouvrance. Der Tour Tanguy an dieser Brücke beherbergt Dioramen von Brest und Recouvrance. Als wir vor dem Turm stehen, stellen wir fest, dass er noch eine halbe Stunde geöffnet hat. Wir nutzen die Zeit und machen einen Schnelldurchgang durch Stadtszenen aus der Geschichte der Stadt Brest. Die Szenen sind alle mit einem Augenzwinkern dargestellt.

Diese Bronzestatue in La Revouvrance ehrt die einfachen Leute aus La Recouvrance, die im Marinestützpunkt ihr Auskommen fanden. Sie werden auch in einigen Seemannsliedern besungen. Zwei dieser "Besungenen" dienten als Vorlage für diese Statue.
Diese Bronzestatue in La Revouvrance ehrt die einfachen Leute aus La Recouvrance, die im Marinestützpunkt ihr Auskommen fanden. Sie werden auch in einigen Seemannsliedern besungen. Zwei dieser „Besungenen“ dienten als Vorlage für diese Statue.

Zum Abendessen wollen wir eigentlich in das irische Pub ‚Tara Inn’ in der Nähe unserer Unterkunft, aber dort bekommen wir nur Getränke – besser als nichts. Man verweist uns zum Speisen weiter in das „Les Quatre Vents Brest“ an der nächsten Straßenecke. Dort werden wir  kulinarisch nicht enttäuscht. Danach fallen wir müde in die Betten.

Neun von zehn Waldbränden werden durch menschliches Fehlverhalten verursacht, häufig durch achtlos weggeworfene Zigarettenkippen. Darauf will dieses Plakat aufmerksam machen
Neun von zehn Waldbränden werden durch menschliches Fehlverhalten verursacht, häufig durch achtlos weggeworfene Zigarettenkippen. Darauf will dieses Plakat aufmerksam machen

Museum und Mesilla

Chuckwalla im Naturkundemuseum Las Cruces
Chuckwalla im Naturkundemuseum Las Cruces

Vormittags besuchen wir in den Las Cruces Museums die Ausstellung von fünf Künstlerinnen aus der Gegend. Sharbani ist eine von ihnen und hat drei Werke dort ausgestellt. Nebenan ist auch noch das Naturkundemuseum. Wir sind neugierig, was es dort zu sehen gibt und starten dem Museum noch einen kurzen Besuch ab.

Dornrand-Weichschildkröte im Naturkundemuseum Las Cruces
Dornrand-Weichschildkröte im Naturkundemuseum Las Cruces

Zum Lunch fahren wir zu Andele`s Dog House. Es ist der Gartenableger eines Guten Restaurants. Es ist sehr nett dort und wir haben Spaß mit einem Jungen, der sich offensichtlich für diese komisch sprechenden Leute interessiert. Die Fisch Takkos, die wir bekommen, schmecken auch sehr gut und diesmal haben wir gelernt, dass wir uns einen Teller für zwei Personen bestellt haben. Nun stimmt auch die Menge.

Gophernatter im Naturkundemuseum Las Cruces
Gophernatter im Naturkundemuseum Las Cruces

Danach bummeln noch ein wenig im historischen Stadtviertel von Mesilla. Klar, die Shops sind teilweise sehr touristisch ausgerichtet, aber manchmal ist es auch lustig, sich den Kram anzuschauen. Zurück im Haus treffen wir Romir. Auch die Hundebande hat sich erweitert und wir werden stürmisch begrüßt.

Vogelspinne im Naturkundemuseum Las Cruces
Vogelspinne im Naturkundemuseum Las Cruces. Sie ernähren sich u.a. von Kakerlaken und Mücken, sind also nützliche Tierchen

Nach so viel Tieren im Museum packen wir unsere GoPro aus und setzen sie im Busch vor dem Küchenfenster vor eine kleine Schale mit Müsli. Schneller als erwartet haben wir Kundschaft. Zwei kleine Kaninchen mit großen Ohren stellen sich ein. Während das erste frisst, wartet das zweite Kaninchen geduldig daneben. Dann ist es auch an der Reihe. Wir sind überrascht. Mit den beiden hatten wir nicht gerechnet. Wir hatten eher auf Helmwachteln spekuliert, die wir hier schon öfter gesehen haben.

Audubon Baumwollschwanzkaninchen
Audubon Baumwollschwanzkaninchen

Für das Dinner hat Romir ein nettes Restaurant, das „Double Eagle“, in Mesilla ausgesucht. Dort erfahren wir auch noch einiges über die Geistergeschichte des Hauses. Das Haus gehörte früher einer Eisenbahnbesitzer Familie. Als der Sohn des Hauses eine Affäre mit einer Angestellten hat und dabei von seinen Eltern erwischt wird, werden er und seine Geliebte von diesen mit einer Schere ermordet. Seit dem soll ein Geist in dem Gebäude umgehen. Es gibt sogar ein verwaschenes Foto.

 

El Cerrito und Parque 2000

Gepflegtes Gelände mit Agaven und Pyramide im Hintergrund
Das Gelände von El Cerrito

Ursprünglich hatten wir eine Fahrt nach San Miguel Palmas vorgehabt, aber dahin sind es etwa 3 Stunden Fahrt und die Kids müssen gegen 14:30 Uhr aus der Schule abgeholt werden. Davon hätten wir dann nicht viel. Deshalb starten wir heute den zweiten Versuch mit der Pyramide El Cerrito.

Wieder einmal sind wir fast die einzigen Besucher, da es in der Woche und außerhalb der Saison ist. Das Gelände ist äußerst gepflegt und hat neben der Pyramide und den umgebenden Ausgrabungsstätten ein kleines Museum. Wir begeben uns erst einmal zur Pyramide und bestaunen dabei auch die ganzen Pflanzen, Blüten, Bienen und Kolibris.

Pyramide mit den Resten eines spanischen Gebäudes
Die jetzt eher kahl wirkende Pyramide war ursprünglich mit einem Putz bedeckt, der in rot, ocker und blau bemalt war und war vermutlich weitaus eindrucksvoller als heute

Die Pyramide war vor ihrer Ausgrabung ein Berg, auf dem sich der Besitzer eine Hacienda baute. Damit hat er eigentlich dasselbe gemacht, was auch die Erbauer gemacht haben. Ursprünglich stand dort ein Tempel.

Betreten verboten
Betreten verboten

Heute kommt man nicht mehr auf die Pyramide, da durch das Besteigen die Stufen in Mitleidenschaft gezogen werden. Von da oben hat man bestimmt einen wunderbaren Blick. Unterhalb der Pyramide befinden sich verschiedene Zeremonien Plätze, die Altäre und Tempel drumherum hatten. Die genaue Funktion dieser Strukturen erschließt sich uns leider nicht, da es keinen Guide gibt. Es gibt ein paar Infotafeln in spanischer Sprache, die wir uns mit dem Google Übersetzer dolmetschen lassen.

Kleiner Kopf im Museum
Kleiner Kopf im Museum

Im Museum findet sich eine Ausstellung über die Historie und über die Handelsbeziehungen der Angehörigen des teotihuacánisch–toltekischen Kulturkreises. Es handelt sich um riesige Entfernungen (etwa 2,5 Flugstunden nach Norden und nach Süden.

Ein kleiner Laden in der Nähe der Markthalle mit Tortillamaschine
Ein kleiner Laden in der Nähe der Markthalle mit Tortillamaschine

Danach lassen wir uns wieder am Hotel absetzen und gehen zu Fuß etwa 4 km zum Parque 2000. Dabei kommen wir durch ärmere Stadtviertel als des Centro Historico oder Millenio, aber wir fühlen uns nicht unwohl. Die Bewohner grüßen freundlich und man sieht, dass sie alle mit den vorhandenen Mitteln das Beste aus ihrer Umgebung machen. Wir hätten auch mehr Bettler erwartet, aber die sehen wir hier nicht.

Mann auf einer Leiter arbeitet an Stromkabeln
Arbeitssicherheit auf mexikanisch

Der Parque 2000 entpuppt sich als Sportpark. Auf dem Gelände befinden sich ein Schwimmbad, verschiedene Sporthallen und -plätze. Überall auf dem Gelände wird Sport getrieben auch der Weg um den Stausee im Park wird als Laufstrecke genutzt und hat Entfernungsmarkierungen. Als einfache Besucher und Spaziergänger kommen wir uns richtig unsportlich vor.

Sechsspurige Straße durch Querétaro
Trotz großer Straßen staut sich der Verkehr zur Rush Houre in Querétaro

Für den Weg zurück zum Hotel wollen wir eine Busverbindung nutzen. Die Moovit App verrät uns auch die Buslinien, die wir nehmen müssen. An der Bushaltestelle sprechen wir mit einer Mexikanerin und erfahren, dass man im Bus nicht bezahlen kann, aber sie weiß auch nicht, wo man die Tickets kaufen kann. Das ist nicht besonders benutzerfreundlich für Externe. Also bleibt uns nichts anderes übrig, als den Rückweg auch zu Fuß anzutreten.

Für den Abend machen wir ein Abschlussessen mit der Familie in Millenio. Dazu treffen wir uns mit ihnen im Restaurant „El Gourmet“. Das Essen ist sehr gut und wir reden viel mit den Kids über ihre Erfahrungen.

Erstes Kennenlernen von Querétaro

Ein altes Wasserbecken aus Stein mit Wasserhahn. Das "Wasser" ist aus Holz
Das Hotel überrascht uns mit zahlreichen originellen Holzskulpturen

Nach einer kurzen Nacht mit knapp sechs Stunden intensivem Schlaf wachen wir morgens gegen 7 Uhr auf. Den Wecker hatten wir uns eigentlich auf 8 Uhr gestellt, aber der Jetlag sorgt dafür, dass wir bereits früher wach sind. Das Frühstücksrestaurant ist erst ab 9 Uhr besetzt, aber wir bekommen trotzdem einen Chai Latte und können uns vor der Tür auf Stühlen in die Sonne setzen. Es ist herrlich!

Wir haben uns mit Matthias verabredet, um unser Auto von der Vermietung abzuholen. Unsere Spanisch Kenntnisse sind nicht so groß und wir wollen keine Experimente eingehen. Allerdings spricht der Mitarbeiter dort Englisch. Das Auto bringen wir auf einen privaten Parkplatz in der Nähe des Hotels. Das Erkunden der Innenstadt von Querétaro geht zu Fuß besser. Gleich in der Nähe befindet sich eine Kunsthalle für moderne Kunst, die wir besuchen. Matthias muss noch Farbe für die Maler besorgen, die bei ihm zu Hause gerade die Fassade streichen und fährt erst einmal  wieder nach Hause. Hier wird auch am Sonntag gearbeitet.

Wir begeben uns noch einmal zurück zum Hotel, um uns für die Stadterkundung auszurüsten. In unserer Straße gibt es zahlreiche Antiquitätenläden. In einen schauen wir mal rein, aber die anderen müssen wir auch noch unbedingt erkunden.

Danach bummeln wir durch die Altstadt und suchen eine Bank, um uns mit einigen Pesos auszurüsten. Im Zentrum finden wir eine Bank, aber müssen feststellen, dass Geld abheben mit Maestro-Card hier nicht möglich ist. Glücklicherweise hat Klaus eine Visa Card mit PIN, so dass wir nun einige Pesos als Bares haben.

In der Altstadt treffen wir uns wieder mit Matthias und besuchen noch ein Museum über die Geschichte der Unabhängigkeit von Mexiko. Viele Geschichten von Lug und Trug, sowie Mord und Totschlag. Mit begrenzten Spanischkenntnissen ist das schwer zu verstehen. Im Erdgeschoss gibt es noch eine Kunstausstellung, die uns besser gefällt.

Ein großer Berg appetitlicher Papayas in einem Supermarkt
Diese Papayas leuchten uns förmlich an

Danach begeben wir uns zum Auto, um zu ihrem Haus zu fahren und endlich den Rest der Familie zu treffen. Auf dem Weg dorthin kaufen wir noch Obst für uns ein.

Blick über die Stadt bei Sonnenuntergang
Sonnenuntergang in Molino, Querétaro

Auf dem Dach des Hauses schmieden wir Pläne, wie man dort noch ein Gästezimmer mit Dachterrasse bauen könnte und genießen den Sonnenuntergang.

Zu Abend gehen wir noch Essen, was aber gar nicht so einfach ist, da die meisten Restaurants bereits um 20:00 Uhr schließen. Wir finden aber noch einen kleinen Grill, der sich das Geschäft mit uns nicht entgehen lassen will. Auf die Frage, ob es auch etwas ohne Fleisch gibt, ist die Antwort: „Ja, Hühnchen“.