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Museumstag in Brest

Heute ist wieder ein Wochentag und  die Geschäfte haben geöffnet. Da Klaus von seiner Segeltour noch das ganze Segelzeug dabei hat, wollen wir uns erkundigen, ob man ein Paket von Brest nach Hause schicken kann und wieviel es kostet. Wir werden in einem Mailbox-Laden ganz um die Ecke fündig. Von hier kann man mit verschiedenen Anbietern Pakete in alle Welt verschicken. Die Mitarbeiterin sorgt sich rührend um uns und sucht die günstigste Variante heraus. Wir erstehen auch gleich einen entsprechenden Karton, der dann Anfang nächster Woche auf den Weg gehen soll.

Eingang in das Marinemuseum im Schloss. Vermutlich war dieser Platz schon früher besiedelt, aber die früheste nachweisbare Bebauung stammt aus der Römerzeit und ist genau hier anhand der rötlichen Ziegelstreifen in der Mauer auf der rechten Seite zu erkennen
Eingang in das Marinemuseum im Schloss. Vermutlich war dieser Platz schon früher besiedelt, aber die früheste nachweisbare Bebauung stammt aus der Römerzeit und ist genau hier anhand der rötlichen Ziegelstreifen in der Mauer auf der rechten Seite zu erkennen

Eigentlich hatten wir für heute Nachmittag eine Stadtführung für Brest geplant, aber es stellt sich in der Touristen Information heraus, dass diese bereits ausgebucht ist. Also buchen wir eine andere Führung am Freitag Nachmittag, nach unserer Segeltour mit der „Recouvrance“ um 15:00 Uhr.  Ohne Planung geht hier nichts.

Am 1. August 1785 stachen von Brest aus zwei Schiffe in See, um James Cook nachzueifern. Die Schiffe waren mit hochkarätigen Wissenschaftlern und reichlich wissenschaftlichen Instrumenten ausgestattet und sollten den Pazifik erforschen. Ihre Forschungsergebnisse schickten sie regelmäßig nach Hause, aber die Schiffe und die Mannschaft verschwanden 1788 spurlos. Erst viele Jahre später wurden die Wracks der beiden Schiffe gefunden. Von der Mannschaft wurde nur eine Leiche geborgen. Diese ist hier im Schloss namenlos bestattet.
Am 1. August 1785 stachen von Brest aus zwei Schiffe in See, um James Cook nachzueifern. Die Schiffe waren mit hochkarätigen Wissenschaftlern und reichlich wissenschaftlichen Instrumenten ausgestattet und sollten den Pazifik erforschen. Ihre Forschungsergebnisse schickten sie regelmäßig nach Hause, aber die Schiffe und die Mannschaft verschwanden 1788 spurlos. Erst viele Jahre später wurden die Wracks der beiden Schiffe gefunden. Von der Mannschaft wurde nur eine Leiche geborgen. Diese ist hier im Schloss namenlos bestattet.

Nach dem Mittag besuchen wir stattdessen das Marine Museum. Es ist in der Festung, dem Château, über dem Marine Stützpunkt untergebracht. Hier erfährt man einiges über die Entstehung und Entwicklung von Brest und dessen Vergangenheit, die bis in die Römerzeit zurück reicht. Die gut geschützte Bucht mit der tiefen Meerenge am Eingang hat den Hafen an der Mündung des schiffbaren Flusses Penfeld schon immer sehr wertvoll gemacht.

Das Schloss diente nicht nur militärischen Zwecken, sondern einer der Türme diente auch als Wohnort der Anne von Bretagne (1477 - 1514). Wobei sie sich hier nicht dauerhaft aufgehalten hat.
Das Schloss diente nicht nur militärischen Zwecken, sondern einer der Türme diente auch als Wohnort der Anne von Bretagne (1477 – 1514). Wobei sie sich hier nicht dauerhaft aufgehalten hat.

Zwischenzeitlich gehörte das Schloss sogar einmal zu England, wurde den Engländern dann aber abgekauft. Unter Ludwig XIV wurde der Ort zu einem Marine Zentrum mit Schiffbau, Ausrüstung und Versorgung  der französischen Flotte ausgebaut und mit dem Ort Recouvrance zu Brest verschmolzen. Brest war und ist der Ausgangspunkt für viele militärische, aber auch zivile maritime Unternehmungen. So starten von hier auch einige Hochseeregatten und Challenges, wie die Jules Verne Trophy, der schnellsten Weltumrundung unter Segeln.

Blick auf den Tour Tanguy. Der Tour Tanguy wurde im 14. Jahrhundert gegenüber vom Schloss gebaut, als dieses von englischen Soldaten besetzt war.
Blick auf den Tour Tanguy. Der Tour Tanguy wurde im 14. Jahrhundert gegenüber vom Schloss gebaut, als dieses von englischen Soldaten besetzt war.

Das Fotografieren auf dem Gelände des Marine Museums ist, wegen seiner Lage auf dem Marine Stützpunkt, natürlich eingeschränkt. Wir machen trotzdem einige Bilder, da man von hier einen tollen Blick auf Stadt und Bucht hat. Den Bereich des Marinestützpunktes lassen wir, wie es sich gehört aus.

1778 gewann in einer Seeschlacht das französische Schiff "Belle Poule" gegen die englische "Arethusa". Damit begann die französische Unterstützung des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges. Dieser Sieg erregte soviel Aufmerksamkeit in Frankreich, dass in Versailles sogar Frisuren zur Feier dieses Ereignisses kreiert wurden.
1778 gewann in einer Seeschlacht das französische Schiff „Belle Poule“ gegen die englische „Arethusa“. Damit begann die französische Unterstützung des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges. Dieser Sieg erregte soviel Aufmerksamkeit in Frankreich, dass in Versailles sogar Frisuren zur Feier dieses Ereignisses kreiert wurden.

Leider gibt es in dem Museum kein Café, so dass wir das Château mit hängendem Magen und Durst verlassen. Auf der ‚Rue de Siam‘ finden wir ein Bistro, in dem man gegen 16:00 Uhr eine Kleinigkeit Essen und Trinken kann. Die Bars haben um diese Zeit keine Speisen und die Restaurants haben noch nicht geöffnet.

Wir treffen wieder auf "Le Chat". Diesmal nimmt die Katze Rache und zum ersten Mal wird ein Auto von einer Katze überfahren.
Wir treffen wieder auf „Le Chat“. Diesmal nimmt die Katze Rache und zum ersten Mal wird ein Auto von einer Katze überfahren.

Als wir das Bistro verlassen, ist es 17:30 Uhr und wir schlendern über die Pont de Recouvrance. Der Tour Tanguy an dieser Brücke beherbergt Dioramen von Brest und Recouvrance. Als wir vor dem Turm stehen, stellen wir fest, dass er noch eine halbe Stunde geöffnet hat. Wir nutzen die Zeit und machen einen Schnelldurchgang durch Stadtszenen aus der Geschichte der Stadt Brest. Die Szenen sind alle mit einem Augenzwinkern dargestellt.

Diese Bronzestatue in La Revouvrance ehrt die einfachen Leute aus La Recouvrance, die im Marinestützpunkt ihr Auskommen fanden. Sie werden auch in einigen Seemannsliedern besungen. Zwei dieser "Besungenen" dienten als Vorlage für diese Statue.
Diese Bronzestatue in La Revouvrance ehrt die einfachen Leute aus La Recouvrance, die im Marinestützpunkt ihr Auskommen fanden. Sie werden auch in einigen Seemannsliedern besungen. Zwei dieser „Besungenen“ dienten als Vorlage für diese Statue.

Zum Abendessen wollen wir eigentlich in das irische Pub ‚Tara Inn’ in der Nähe unserer Unterkunft, aber dort bekommen wir nur Getränke – besser als nichts. Man verweist uns zum Speisen weiter in das „Les Quatre Vents Brest“ an der nächsten Straßenecke. Dort werden wir  kulinarisch nicht enttäuscht. Danach fallen wir müde in die Betten.

Neun von zehn Waldbränden werden durch menschliches Fehlverhalten verursacht, häufig durch achtlos weggeworfene Zigarettenkippen. Darauf will dieses Plakat aufmerksam machen
Neun von zehn Waldbränden werden durch menschliches Fehlverhalten verursacht, häufig durch achtlos weggeworfene Zigarettenkippen. Darauf will dieses Plakat aufmerksam machen

Los Osos und der Montaña de Oro State Park

In der Huer Huero Road hat ein Nachbar Obstbäume gepflanzt. Das wird derzeit vom Staat bezuschusst.
In der Huer Huero Road hat ein Nachbar Obstbäume gepflanzt. Das wird derzeit vom Staat bezuschusst.
Auf dem Weg nach Los Osos treffen wir auf eine kleine Gruppe von Texas Longhorn Rindern
Auf dem Weg nach Los Osos treffen wir auf eine kleine Gruppe von Texas Longhorn Rindern. Diese stammen von Rindern ab, die im 17. Jahhundert von spanischen Siedlern mitgebracht wurden und dann verwilderten. Sie sind äußerst widerstandsfähig, können sogar eine Weile ohne Nahrung und Wasser auskommen und haben sehr mageres Fleisch.

Uns steht die Laune wieder einmal nach einem richtig langen Strand Spaziergang. Dafür eignet sich am besten der Park „Montaña de Oro“ bei Los Osos. Hier wird nicht mit dem Auto auf den Strand gefahren, sondern man fährt zu einem Parkplatz hinter den Dünen und geht von dort aus zum Strand.

Die Klapperschlange im Schatten hinter dem Holzzaun ist kaum zu sehen, aber nicht zu überhören.
Die Klapperschlange im Schatten hinter dem Holzzaun ist kaum zu sehen, aber nicht zu überhören.
Dieser Fence Lizard auf dem Holzzaun darüber ist hingegen nicht zu übersehen
Dieser Fence Lizard auf dem Holzzaun darüber ist hingegen nicht zu übersehen

Auf dem Pfad geht Petra an einer etwa 30 cm hohen Holzplanke entlang und sofort geht eine Rassel los. Bisher haben wir Klapperschlangen nur in Terrarien erlebt und das Geräusch kennen wir von Tonaufzeichnungen, die man sich dort anhören konnte. Nun haben wir unsere erste Begegnung mit einer Klapperschlange in freier Wildbahn. Der Name Klapperschlange ist dabei eher irreführend, denn das Geräusch ist eindeutig ein Rasseln und kein Klappern!

Wir biegen links ab und haben den Strand für uns allein
Wir biegen links ab und haben den Strand für uns allein

Die Schlange liegt in einem Busch direkt hinter der Planke und versucht uns klarzumachen, dass wir ihr zu nah auf die Pelle gerückt sind. Durch den starken Hell/Dunkel-Kontrast gelingt es mit dem Teleobjektiv nur schwer, einige Bilder von ihr zu machen und näher trauen wir uns an sie nicht heran.

Absperrung für die Brutgebiete des Snowy Plover
Absperrung für die Brutgebiete des Snowy Plover

Der Strand liegt vor einer Steilküste und ist gleichzeitig auch Brutgebiet der Snowy Plover, einem Vogel, der in den Steinen und dem angespülten Holz seine Nester baut. Entsprechend sind große Teile der Strandes abgesperrt und nur wegen des ablaufenden Wassers können wir passieren. Dies kennen wir aus der Vergangenheit anders. Es ist deutlich zu sehen, wie stark die vergangenen Stürme den Strand abgetragen haben.

Bei Hochwasser ist vom Strand nichts mehr übrig
Bei Hochwasser ist vom Strand nichts mehr übrig

Am Strand sammeln wir etliches Plastik ein, das von See angespült wurde. Hätten wir eine Tüte dabei, wäre unsere Ausbeute noch erheblich größer.

Bestellt Ihr mir auch einen Fisch Burrito bitte?
Bestellt Ihr mir auch einen Fisch Burrito bitte?

Zum Lunch fahren wir zu Giovanni’s nach Morro Bay. Wir machen wieder den Fehler und bestellen uns je einen Fisch-Burrito. Das ist natürlich wieder einmal viel zu viel und reicht eigentlich für den Rest des Tages.

Origineller Name für einen Hühnerschuppen
Origineller Name für einen Hühnerschuppen

Für den späten Nachmittag ist ein Besuch bei Natalie und Rob in Atascadero geplant. Die Beiden haben sich dort ein Haus mit ordentlich viel Platz für Garten, Hühner und Pferden zugelegt.

Wanderung in der Wüste

Dieser hübsche rote Vogel ist unser erster Gast
Dieser hübsche rote Vogel ist unser erster Gast

Als erstes stellen wir heute so früh wie möglich wieder die GoPro nach draußen, streuen eine Handvoll Müsli davor und erweitern das Menü um ein Schälchen Waser. Nun wird unser kleines Restaurant zur In-Location und wir kommen vor lauter Filmen und Fotografieren kaum zum Frühstücken. Auch eine größere Gruppe an Helmwachteln stellt sich ein und bleibt der Einfachheit halber gleich dort.

Sperling und im Hintergrund Helmwachteln
Sperling und im Hintergrund Helmwachteln

Sharbani soll heute Morgen zum Flughafen gebracht werden und wir wollen Downtown in einen Park am Rio Grande. Dort soll es viele verschiedene Vögel geben.

Carolinataube auch Trauertaube genannt (englisch: Mourning dove)
Carolinataube auch Trauertaube genannt (englisch: Mourning dove)

Aber wo ist der Autoschlüssel für den Hyundai? Wir sollen eigentlich dieses Auto nehmen. Der Hyundai wurde gestern morgen noch für einige Besorgungen bewegt und der Schlüssel hängt nicht am Schlüsselbrett. Die Sucherei führt zu keinem Erfolg und der späteste Zeitpunkt für den Start zum Flughafen von El Paso kommt näher.

Im Vorgarten brüten die Carolinatauben in einem Chollabusch
Im Vorgarten brüten die Carolinatauben in einem Chollabusch

Wir schicken die beiden auf die Reise und ändern unsere Pläne. Ganz in der Nähe des Hauses beginnt die Wüstenebene vor den Organ Mountains mit einigen Dirt Roads auf denen wir eine große Wanderrunde durch die Gegend machen.

Im Vorgarten brüten die Carolinatauben in einem Chollabusch
Im Vorgarten brüten die Carolinatauben in einem Chollabusch

Für das Abendbrot, zu dem wir Besuch von der aus Deutschland stammenden Christina erwarteb, müssen wir noch etwas einkaufen. Wir haben vor das Abendbrot eher Deutsch zu gestalten. Also mit frischem Brot, Wurst, Käse und Schinken.

Sanjay ist mit dem anderen Auto wieder zurück und wir wollen uns auf den Weg machen, da findet Petra den Autoschlüssel des Hyundai. Er lag im anderen Auto auf der Beifahrerseite. Tja, da hatte keiner geschaut, da keiner damit gerechnet hatte, dass der Schlüssel diesen Weg nimmt. Alle sind erleichtert und happy.

Unser Spaziergang führt durch diverse ausgetrocknete Flussbetten
Unser Spaziergang führt durch diverse ausgetrocknete Flussbetten

Wir hatten morgens bereits Brot zum Backen vorbereitet und bereiten nun das Abendbrot vor, das nun eine Mischung aus Italien und Deutschland wird. Christina ist mit ihrer Familie nun schon etliche Jahrzehnte in New Mexico. Sie hat aber die Zeit des Mauerfalles als Bewohnerin von Kreuzberg hautnah erlebt. So dreht sich das Gespräch von uns um diese Zeit. Sanjay und Romir lauschen gespannt, da für sie diese Zeit und auch die Ereignisse weit weg waren, bzw. Romir noch nicht geboren war.

Wir packen bereits unsere Sachen und schauen danach noch „The State of the Union Speech“ von Joe Biden. Es entspinnt sich eine intensive Diskussion um das politische Weltgeschehen. Am Ende kommen wir zu der Überzeugung, dass wir an diesem Abend keine Lösung für alle Probleme finden werden.

Museum und Mesilla

Chuckwalla im Naturkundemuseum Las Cruces
Chuckwalla im Naturkundemuseum Las Cruces

Vormittags besuchen wir in den Las Cruces Museums die Ausstellung von fünf Künstlerinnen aus der Gegend. Sharbani ist eine von ihnen und hat drei Werke dort ausgestellt. Nebenan ist auch noch das Naturkundemuseum. Wir sind neugierig, was es dort zu sehen gibt und starten dem Museum noch einen kurzen Besuch ab.

Dornrand-Weichschildkröte im Naturkundemuseum Las Cruces
Dornrand-Weichschildkröte im Naturkundemuseum Las Cruces

Zum Lunch fahren wir zu Andele`s Dog House. Es ist der Gartenableger eines Guten Restaurants. Es ist sehr nett dort und wir haben Spaß mit einem Jungen, der sich offensichtlich für diese komisch sprechenden Leute interessiert. Die Fisch Takkos, die wir bekommen, schmecken auch sehr gut und diesmal haben wir gelernt, dass wir uns einen Teller für zwei Personen bestellt haben. Nun stimmt auch die Menge.

Gophernatter im Naturkundemuseum Las Cruces
Gophernatter im Naturkundemuseum Las Cruces

Danach bummeln noch ein wenig im historischen Stadtviertel von Mesilla. Klar, die Shops sind teilweise sehr touristisch ausgerichtet, aber manchmal ist es auch lustig, sich den Kram anzuschauen. Zurück im Haus treffen wir Romir. Auch die Hundebande hat sich erweitert und wir werden stürmisch begrüßt.

Vogelspinne im Naturkundemuseum Las Cruces
Vogelspinne im Naturkundemuseum Las Cruces. Sie ernähren sich u.a. von Kakerlaken und Mücken, sind also nützliche Tierchen

Nach so viel Tieren im Museum packen wir unsere GoPro aus und setzen sie im Busch vor dem Küchenfenster vor eine kleine Schale mit Müsli. Schneller als erwartet haben wir Kundschaft. Zwei kleine Kaninchen mit großen Ohren stellen sich ein. Während das erste frisst, wartet das zweite Kaninchen geduldig daneben. Dann ist es auch an der Reihe. Wir sind überrascht. Mit den beiden hatten wir nicht gerechnet. Wir hatten eher auf Helmwachteln spekuliert, die wir hier schon öfter gesehen haben.

Audubon Baumwollschwanzkaninchen
Audubon Baumwollschwanzkaninchen

Für das Dinner hat Romir ein nettes Restaurant, das „Double Eagle“, in Mesilla ausgesucht. Dort erfahren wir auch noch einiges über die Geistergeschichte des Hauses. Das Haus gehörte früher einer Eisenbahnbesitzer Familie. Als der Sohn des Hauses eine Affäre mit einer Angestellten hat und dabei von seinen Eltern erwischt wird, werden er und seine Geliebte von diesen mit einer Schere ermordet. Seit dem soll ein Geist in dem Gebäude umgehen. Es gibt sogar ein verwaschenes Foto.

 

Das Flussbett hoch, am Kaktus links, an den Kaktuszwillingen vorbei und dann in die Schlucht

Schäfchenwolken über einem Berg
Heute ist auch der Himmel dekorativ

Wir haben auf der Dinnerparty gestern den Vorschlag für eine gute Wandertour bekommen. Dafür müssen wir einige Meilen nach Norden zum Slot Canyon. Die Straße führt am Rio Grande entlang durch zahlreiche Pekannuss-Plantagen mit ihren Bewässerungsanlagen.  Ursprünglich kommen die Pekannussbäume aus dem Einzugsgebiet des Mississippi.

Ausgetrocknetes Flussbett
Hier beginnt unser Wanderweg flussaufwärts im ausgetrockneten Flussbett

Mit der Kommot App haben wir eine Rundtour zusammen gestellt. Die App hat sich auch hier sehr bewährt und ersetzt die ganzen Wanderkarten, die man früher so mit sich herum geschleppt hat.  Der Wanderweg ist nicht beschildert, auch der Parkplatz lässt nicht vermuten, was sich hinter dem abgeschlossen Gatter verbirgt, was man überklettern muss, um auf den Wanderweg zu gelangen. Es geht erst einmal in einem trockenen Flussbett bergan, an „Pudding-Fels“ vorbei und dann auf einen Geröllrücken.

Felsen mit vielen Einschlüssen
„Pudding-Fels“ nennt unsere Freundin, diese Art von Gestein, in das viele kleinere Steine eingeschlossen sind, wie Rosinen in einem Pudding

Wir sind begeistert von all den Pflanzen, die in dieser trockenen Umgebung überleben können. Der Weg ist mit kleinen Steinhaufen markiert. An einer Stelle verlieren wir etwas die Orientierung, aber die App bringt uns wieder zurück auf den Pfad. Zur besseren Orientierung Anderer setzen wir erst einmal selbst einen neuen Steinhaufen.

Dann geht’s in ein trockenes Flussbett und über einen weiteren Rücken in das Bett, dass in den Slot Canyon führen soll. Wir folgen dem Weg, der immer enger wird. Dann verschwinden wir in einer Schlucht, die immer tiefer und dramatischer wird. An der tiefsten Stelle ist sie geschätzt etwa 20 m tief und nur etwa 1m breit. Danach öffnet sich der Canyon wieder in das Tal.

Unterhalb des Slot Canyon wird das Flussbett wieder breit
Unterhalb des Slot Canyon wird das Flussbett wieder breit
Rio Grande
Rio Grande

Auf dem Rückweg halten wir noch am Rio Grande, der hier noch ein klein wenig Wasser führt. Jetzt haben wir Hunger und Durst. Für einen kleinen Mittagssnack halten wir deshalb am Blue Moon Saloon an der Straße nach Las Cruces und landen mitten in Filmaufnahmen zu irgendeiner Biker Story. Vor dem Saloon stehen jede Menge Harleys. In unserem Outfit geben wir keine guten Statisten ab. Deshalb sind wir uns mit der Saloon Besatzung, die sehr nett ist, einig, dass wir uns etwas anderes suchen.

Werbetafel am Blue Moon Saloon
Jetzt wissen wir warum die Dinosaurier ausgestorben sind…

Zum Lunch fahren wir nun in die Stadt und gehen in das Matteo, einem Diner, der sich auf Mexikanisches Essen und Getränke spezialisiert hat. Alles ist sehr gut, aber wie in USA üblich viel zu viel. Ein großes Getränk ist ein Liter!

Nach dem Lunch besuchen wir den COAS Buchladen, wo es eine riesen Auswahl von neuen aber auch gebrauchten Büchern gibt. In diesem Laden kann man einen ganzen Tag verbringen.

Den Abend verbringen wir gemütlich im Haus.