Zumindest Klaus ist nun seit 4 Wochen unterwegs und es wird Zeit, dass es wieder nach Hause geht. Unser Zug soll gegen späten Vormittag vom Gare de l’Est abfahren. Wir haben uns eine Bushaltestelle in unserer Nähe gesucht, von wo ein Bus bis zum Bahnhof fährt. Wir sind doch kräftig bepackt und wollen das Treppensteigen in der Metro vermeiden.
Der Zug fährt pünktlich ab und eine entspannte Zugreise nach Mannheim beginnt. Dort kommen wir mit wenigen Minuten Verspätung an, aber der Zug nach Hannover ist auch etwas später da. Wir steigen in unseren Zug und sind sogar einige Minuten früher als geplant in Hannover. Ja, das geht auch.
Heute gilt es, sich auf die Heimreise vorzubereiten. Wir fangen also gleich morgens an, unsere Sachen schon einmal zusammen zu packen. Nur die Sachen, die wir noch heute und morgen früh benötigen, bleiben noch draußen.
Obdachlose zelten im Bois de Vincennes
Nun steht also alles fertig zur Abreise bereit, aber der Tag ist noch nicht rum und droht wieder recht warm zu werden. So ein Tag eignet sich, um noch einmal das Grün der Stadt zu erobern und davon gibt es hier in Paris einiges. Mit der Metromachen wir uns auf in den Bois de Vincennes. Wenn wir ehrlich sind, wissen wir wenig über den Wald und das Schloß, das sich dort befindet.
Lac des Minimes im Bois de Vincennes
Das Wetter ist feuchtwarm. Im nördlichen Bereich hat sich eine Zone mit einigen Domizilen von Obdachlosen im Wald gebildet. Vom Weg aus sind die Zelte gut zu sehen. Offensichtlich werden die Leute hier genauso, wie in der Innenstadt, geduldet. Wir machen uns bei der Trockenheit hier im Wald nur Gedanken, wie sie hier kochen und ob es nicht eine Brandgefahr gibt. Paris hat auf jeden Fall ein großes Obdachlosenproblem.
Ein Päuschen unter trockenen Bäumen im Park
Das Schloss Vincennes und der zugehörige Park war vom 11. Jahrhundert an in der Hand der Krone und wurde als Jagdgebiet genutzt. Im 12. Jahrhundert entstand eine erste Jagdhütte für den König. Im 13. Jahrhundert wurde die Jagdhütte durch einen Herrensitz mit einer Kapelle ersetzt. Der Wald wurde mit einer Mauer umgeben. Im 14. Jahrhundert entstand ein erster Wohnturm (Donjon) als sicherer Rückzugsort für den Verteidigungsfall. Es wütete der Hundertjährige Krieg zu der Zeit. Ludwig XIV. ließ das Schloss im 17. Jahrhundert zum dritten königlichen Wohnsitz erweitern.
Der Bois de Vincennes hat auch zahlreiche Sportanlagen und 60km Wanderwege. Auch die Fahrradfahrer können sich hier austoben
Danach wurde das Schloss aufgegeben und hatte seitdem eine wechselvolle Geschichte als Staatsgefängnis, als Porzellanmanufaktur und auch als Hinrichtungsort: 1804 wurde hier auf Befehl von Napoleon der Herzog von Enghien im Festungsgraben als vermeintlicher Verschwörer hingerichtet. Dies ging dann mit Mata Hari 1917 weiter. 1940 war das Schloss das Hauptquartier der französischen Armee gegen die deutsche Invasion und die einrückenden Deutschen besetzten es sofort. Diese wurden dann in 1944 wieder vertrieben, was einige Schäden hinterließ. Auch heute wird es noch vom Verteidigungsministerium sowie vom Ministerium für Kultur und Kommunikation genutzt.
Im 19. Jahrhundert wurde der Bois de Vincennes als Landschaftspark umgestaltet. Im Hintergrund ist das Schloss mit dem 50m hohen Donjon zu sehen.
Wir wollen aber draußen bleiben und begeben uns zum Lac des Minimes. Dort gibt es ein Selbstbedienungscafé und einen Bootsverleih. Wir verzichten auf eine Bootstour und genießen die entspannte Atmosphäre. Von dort wandern wir nach Süden in Richtung Seine. Dort finden wir eine Buslinie zurück in die Stadt. So können wir auch noch einmal die Benutzung des Busses ausprobieren, bevor wir morgen mit Sack und Pack von unserer Unterkunft zum Gare de l’Est aufbrechen.
Dieser Hund würde wohl auch lieber im Park spielen als hier Sonntags ein Schmuckgeschäft zu bewachen
Die Abendversorgung gestaltet sich heute etwas schwierig, da am Sonntag Abend viele Restaurants geschlossen haben. Nach einiger Suche finden wir aber ein Restaurant, das doch geöffnet hat. Auch dies ist ein Tipp unseres Vermieters. Am Tisch neben uns kämpft ein französisches Paar mit seinen übermüdeten kleinen Kindern. Wir können nur ab und zu mit einigen Faxen die Aufmerksamkeit der Kinder auf uns ziehen und den Eltern etwas Entlastung verschaffen. Die Kids müssen einfach ins Bett.
Nachdem wir vor zwei Jahren in Amsterdam und London viel Spaß und Freude mit guter Street Art hatten, wollen wir uns diesmal auch in Paris auf die Suche machen und was liegt da näher, als neue Techniken zu nutzen. Wir lassen uns von KI zusammenstellen, wo die besten Street Art Locations sind. Hier die Ergebnisse:
1. Rue Dénoyez in Belleville (20. Arrondissement) Die Rue Dénoyez gilt als eine der bekanntesten Street-Art-Straßen von Paris. Auf nur rund 150 Metern finden Sie eine ständig wechselnde Open-Air-Galerie mit Graffiti, Murals, Stencils und Paste-ups. Die Wände werden regelmäßig neu gestaltet. Warum sehenswert?
Authentische Street-Art-Atmosphäre
Viele lokale und internationale Künstler
Ideal für Fotografie
Metro: Belleville
2. Das 13. Arrondissement rund um den Boulevard Vincent-Auriol
Der Boulevard Vincent-Auriol ist praktisch ein Freilichtmuseum für monumentale Wandgemälde. Entlang der Häuserfassaden finden sich über zwei Dutzend XXL-Murals von Künstlern wie Shepard Fairey (Obey), D*Face, Inti, Cryptik oder Hush. Highlights:
„Liberté, Égalité, Fraternité“ von Shepard Fairey
„Turncoat“ von D*Face
Die kalligrafischen Werke von Cryptik
Metro: Nationale, Chevaleret oder Quai de la Gare
3. Butte-aux-Cailles
Ebenfalls im 13. Arrondissement liegt dieses dorfähnliche Viertel mit kleinen Gassen und vielen Werken von Künstlern wie Miss.Tic, Seth oder Jef Aérosol. Anders als die monumentalen Fassaden am Boulevard Vincent-Auriol wirkt die Street Art hier eher intim und in das Stadtbild integriert.
Tipp: Einfach ohne festen Plan durch die Straßen schlendern.
Street Art auf dem Weg nach Belleville
Wir machen uns also auf den Weg. Nach Belleville ist es nicht so weit und wir gehen zu Fuß. Nördlich vom Place de la Republique kommen wir an einem Zelt vorbei, neben dem ein Kinderställchen steht. Wir sind irritiert und schauen genauer hin: Offensichtlich lebt hier eine junge Mutter mit ihrem Baby auf der Straße!
Die Werke in Belleville sind so, wie man sich Graffiti vorstellt. In einer kleinen Straße befinden sich eine Menge Tags und dazwischen immer wieder Darstellungen, die einem künstlerischen Anspruch standhalten.
Street Art in Belleville
Street Art in Belleville
Street Art in Belleville
Street Art in Belleville
Street Art in Belleville
Street Art in Belleville
Die Street Art, die man am Boulevard Vincent-Auriol sehen kann, ist großflächig und ganz offensichtlich beauftragt, was sie nicht weniger interessant macht. Dadurch kommt den Street Art Stücken aber die Spontanität und das Überraschungsmoment abhanden, die sonst Street Art auszeichnet. Die Hochhaussiedlungen wirken auf jeden Fall durch die großflächigen Bilder im Comic-Stil deutlich weniger trist.
Durch den Boulevard Vincent-Auriol führt eine Metro-Linie als Hochbahn
Street Art am Boulevard Vincent-Auriol
Street Art am Boulevard Vincent-Auriol
Street Art am Boulevard Vincent-Auriol
Street Art am Boulevard Vincent-Auriol
Street Art am Boulevard Vincent-Auriol
Street Art am Boulevard Vincent-Auriol
Street Art am Boulevard Vincent-Auriol
Street Art am Boulevard Vincent-Auriol
Die dritte Location Butte-aux-Cailles verteilt sich, wie von der KI beschrieben, tatsächlich über ein größeres Viertel und hinter jeder Ecke können sich interessante Street Art Stücke befinden. Einige haben Dinge in Plakatform vorbereitet und diese dann auf Mauern geklebt, aber hier stellt sich dann die Frage nach der Einzigartigkeit und wenn sie älter werden, drohen sie abzublättern.
Street Art im Viertel Butte-aux-Cailles
Street Art im Viertel Butte-aux-Cailles
Street Art im Viertel Butte-aux-Cailles
Street Art im Viertel Butte-aux-Cailles
Street Art im Viertel Butte-aux-Cailles
Street Art im Viertel Butte-aux-Cailles
Street Art im Viertel Butte-aux-Cailles
Street Art im Viertel Butte-aux-Cailles
Street Art im Viertel Butte-aux-Cailles
Nachdem wir eine gewisse Sättigung erreicht haben, besteigen wir wieder die Metro und ruhen uns ein wenig aus, da wir für den Abend im Konzert von „Gospeldream“ in der American Cathedral am Boulevard Georg V Karten haben. Wir machen uns rechtzeitig auf den Weg und steigen am Place de l’Alma aus der Metro.
Wer etwas auf sich hält, steht in Paris offensichtlich Schlange. Man geht schließlich nicht in irgendein Restaurant…
Da wir noch etwas Zeit bis zum Einlass haben, schlendern wir noch etwas durch die Gegend. Der Unterschied zu den Locations am Tage könnte krasser nicht sein. Die Engländer würden das schlicht als POSH bezeichnen.
In der Amerikanischen Kathedrale vor dem Konzert
Das Konzert des Gospel Chors, der nur aus 14 Sängern und einem Pianisten bestehen ist ein Ereignis. Sie haben das klassische Gospel Repertoire, trotzdem gibt es einige Stücke, die uns unbekannt sind und fast alle Sängerinnen und Sänger sind auch gute Solisten. Im letzten Teil des Konzertes gelingt es, auch das Publikum mit einzubeziehen.
Sehr beschwingt nach diesem tollen Tag und Konzert gehen wir noch in die Brasserie „Le Rio de Piqué“, in der wir uns die letzten Abende schon sehr wohl gefühlt haben.
Diese Plakette an der Schule um die Ecke erinnert daran, dass zwischen 1942 und 1944 mehr als 11000 Kinder von den Nazis deportiert wurden mit aktiver Teilnahme der Vichy Regierung. Die Kinder wurden in den Konzentrationslager ermordet, weil sie als Kinder jüdischer Eltern geboren wurden.Mehr als 500 dieser Kinder lebten im 3. Arrondissement (der Stadtbezirk in dem wir uns befinden). Viele von ihnen gingen auf diese Schule.
Heute wecken uns die Handwerker auf dem Dach gegenüber. Offensichtlich muss das Dach gegenüber erneuert werden und so rücken die Dachdecker gegen 7:00 Uhr an, um die Dachkonstruktion noch vor dem Wochenende zu entfernen. Begleitet von der Musik von Hämmern und brechenden Dachlatten stehen wir auf und frühstücken.
Wofür stehen diese Menschen hier bloß Schlange?
Wir wollen heute in unserem Viertel die vielen Second Hand Läden erkunden und gegebenenfalls etwas erstehen. Dazu beginnen wir mit dem chinesischen Second Hand Mode-Laden gleich nebenan. Das Angebot entspricht aber nicht dem gesuchten Stil. Dann finden wir einige Läden, die eher Herbstmode auf der Stange haben. Eine Straße weiter hat sich vor einem Pop-Up-Laden eine lange Schlange gebildet. Wir sind natürlich neugierig, was es hier gibt – chinesische E-Lastenräder der Marke „Windgoo“ – damit hatten wir nicht gerechnet.
Sie stehen Schlange, um eines dieser Fahrräder Probe zu fahren
Zu guter Letzt finden wir noch einen Laden, in dem gebrauchte Designer Mode verkauft wird. Es sind einige schöne Stücke darunter, aber wir finden auf den Stangen auch T-Shirts mit Löchern und Farbflecken, für die immer noch kräftige Preise aufgerufen werden. Auch die anderen Stücke sind nicht gerade billig. Wir lernen aber, dass diese Stücke Vintage und damit etwas wert sind. Wir müssen wohl unseren Umgang mit Altkleidern etwas überdenken.
Diese Schlange ist etwas kürzer. Vielleicht haben die schon Probe gefahren und benötigen jetzt eine Stärkung…
In einer Nebenstraße stolpern wir dann über die Fondation Henri Cartier-Bresson mit einer Ausstellung von 23 S/W-Fotografien, die per Video von Kunstexperten besprochen werden, sowie einer Ausstellung mit dem Titel „Liebesbriefe an die Fotografie“ von Daido Moryama, einem japanischen Fotografen, der sich mit den Anfängen der Fotografie auseinander setzt und einen Fotograf bzw. Filmemacher namens Eboro von der Elfenbeinküste mit der Ausstellung „Strandnächte“ mit eindrucksvollen Fotos und einem Film mit einer ganz eigenen Ästhetik.
Das angeblich beste Moussaka der Stadt gibt es nur aus der Pappschachtel zu essen
Zu Mittag gibt es heute griechisches Essen auf der Straße mit dem angeblich besten Moussaka von Paris. Na ja, es schmeckt, aber die Goldmedaille würde wir nun nicht vergeben. Ganz in der Nähe gibt es noch einen Mailbox-Laden und wir spielen mit dem Gedanken, auch von Paris aus ein Paket nach Hause zu schicken. Wir lernen aber Paris ist nicht gleich Brest. Ein Paket kostet über 50€ und das ist es uns nicht wert. Zu einer kleinen Pause zieht es uns nun zurück in unsere kleine Wohnung.
Danach ziehen wir noch einmal los zum Musee des Arts et Metiers. Das Museum entpuppt sich als ein Technikmuseum, in dem alle möglichen Messinstrumente und ihre Entwicklung, sowie die Entdeckung und Herstellung von neuen Materialien gezeigt werden. Auch die Entwicklung der Baukonstruktion, Nachrichtentechnik und des Verkehrs werden hier ausgestellt.
Ein altes Thermometer und ein Barometer. Das Thermometer hat die Hitzrekorde in Paris angegeben: 28°C 1769 und sagenhafte 31C 1753. Das ist ja lächerlich aus heutiger Sicht.
Wir beginnen bei der Messtechnik im Dachgeschoss und es ist sehr warm dort. Für Mess- und Regelungsingenieure aber immer wieder spannend zu sehen, wie sich die Geräte und Verfahren entwickelt haben.
Auch Roboter finden sich schon im Musee des Arts et Metiers
Kurz vor dem Schließen des Museums landen wir noch in der ehemaligen Kirche, die heute Ausstellungshalle für die großen Objekte, wie erste Flugzeuge, Automobiloldtimer und ein langes Foucaultsches Pendel.
Blick über die Dächer von Paris auf den Eiffelturm
Danach sind wir reif für das Sofa in unserem Apartment. Nach einer Pause raffen wir uns nochmal auf für eine Abendaktivität. Unser Vermieter hatte uns den Tipp gegeben, dass es auf dem Dach des Hotel National des Arts et Metiers eine tolle Bar geben soll. Wir werden nicht enttäuscht. Zunächst ist zwar ein ganz leichter Nieselregen, aber dann wird es trocken und die Bewölkung reißt auf. Es ergibt sich ein wunderbarer Blick über die Dächer von Paris.
Morgendlicher Straßenverkehr in der Nähe der Seine
Nachdem wir gestern bereits um Notre Dame herumgeschlichen sind, haben wir uns damit beschäftigt, wie man am besten da hinein kommt.
Zunächst aber vorweg, der Besuch ist Eintrittsfrei!
Morgendlicher Straßenverkehr und Fußgänger in der Nähe der Seine
Jeder, der einem ein Ticket dafür verkaufen will, ist ein Betrüger! Auf der offiziellen Seite von Notre Dame kann man kostenfrei einen Zeitslott buchen, um ohne lange Warterei hineinzukommen. Dort wird man natürlich um eine Spende für die weiteren Restaurierungsarbeiten gebeten, aber es ist nicht Pflicht. Wer das nicht möchte, kann sich auch einfach in die Schlange vorm Eingang stellen, es könnte aber sein, dass man dann dort dann über eine Stunde steht.
Bewunderungswürdiger Faltenwurf bei den Figuren an der linken Seite des Hauptportals
Links vom Hauptportal an der Westfassade von Notre Dame findet sich diese Figur mit der Königsgalerie darüber. Sie stellt die 28 Könige von Juda dar. Das Volk hielt sie für französische Könige. So wurden sie während der französischen Revolution wie so vieles andere zerstört. Mitte des 19. Jahrhunderts wurden sie ersetzt.
Sanierungsbedürftige Skulpturen am Hauptportal
Wir haben uns für den Besuch von Notre Dame ein Zeitfenster ab 10:15 Uhr gebucht. Die Organisatoren gehen eigentlich von 30 – 60 Minuten aus, aber das wird nicht überprüft. Wir haben alle Zeit der Welt, um die schöne Kirche zu bewundern. Auch wenn es sich komisch anhört, die Kirche hat durch die Restaurierung nach dem Brand an Klasse gewonnen. In Erinnerung haben wir ein dunkles graues Gemäuer. Nun kommt der helle Sandstein wieder zur Geltung und die Kunstwerke, wie auch die Scheiben, erstrahlen in kräftigen und schönen Farben. Man sieht aber auch, dass immer noch einiges zu tun ist.
An dieser Stelle durchbrach 2019 beim Brand der Kathedrale der Vierungsturm das Gewölbe des Hauptschiffes. Heute ist das nicht mehr zu erahnen.
Schöne Glasfenster
Der Sonnenschein auf den Fenstern der Südseite lässt die Kirche leicht und durchsichtig erscheinen
Abendmahlsdarstellung am Chorumgang
Im Mittelalter waren kräftige Farben beliebt. Das kommt nach der Sanierung hier wieder richtig zur Geltung
Schönes Gitterwerk
Ist diese Darstellung Radegundis (Gründerin der Abtei Ste-Croix, Tochter des Königs Berthachars von Thüringen und Ehefrau des fränkischen Königs Chlothar I.), die von 520 bis 587 lebte, aus dem Mittelalter oder ist sie eher dem Jugendstil zuzuordnen?
Auch hier kommen die Farben wieder beeindruckend zur Geltung
Besonders hübsch ist der farbige Sternenhimmel
Schöne Glasfenster
Glasfenster und Bemalung harmonieren farblich
Während durch das Hauptportal an der Westfassade die Besucher strömen, gehen an der Ostseite am Chor die Arbeiten innen und außen weiter
Frühgotisches Rosettenfenster
Nordquerschiff mit der blauen Fensterrose mit dem gigantischen Durchmesser von ca. 12 m. aus dem 13. Jahrhundert
Während durch das Hauptportal an der Westfassade die Besucher strömen, gehen an der Ostseite am Chor die Arbeiten innen und außen weiter
Modellboote im Jardin du Luxembourg
Zum Lunch gehen wir wieder in das kleine Bistro im Quartier Latin, das uns bereits gestern gut gefallen hat. Der zweite Anlaufpunkt soll heute das Grand Palais sein. Unser Weg führt uns durch den von uns so geliebten Jardin du Luxembourg und ja hier sind auch die Modellsegler. Die Olympiade hat hier auch eine kleine Spur hinterlassen. Die Segelboote haben nun alle unterschiedliche Nationalität. Bei dem gefühlt teuersten Eis unseres Lebens lassen wir uns am Rand nieder und schauen den Booten zu.
Die Orgel in der Basilique Sainte Clotilde
Weiter lassen wir uns durch die Straßen des 5. Arrondissement durch das trubelige und enge Regierungsviertel treiben. Aus der Basilique Sainte Clotilde dringen Orgelklänge. Wir suchen den Eingang und lassen uns auf den kleinen eher unbequemen Stühlen nieder, um der Musik zu lauschen. Was für ein Gegensatz zu Notre Dame: Wir sind hier fast allein!
Blick über die Seine auf die Pont Alexandre III. und das Grand Palais
Weiter geht es Richtung Hôtel des Invalides. Dort müssen wir die Seine überqueren, um zum Grand Palais zu gelangen. Leider findet im Grand Palais derzeit eine Immobilien Messe statt, aber an der Seite in der Rotonde finden wir eine tolle Ausstellung von Leandro Erlich. Dieser spielt in seinen Installationen mit Spiegelbildern und optischen Täuschungen. Wer durch die Ausstellung durch ist, traut keinem Ausgang, keinem Aufzug und Treppenhaus mehr. Vielleicht ist dies ja auch Teil der Ausstellung?!?
Ausstellung von Leandro Erlich: 6 Boote auf einem nächtlichen Kanal – oder?
Wer fotografiert mich hier?
Fensterln?
Fensterln als neue Sportart – oder?
Gegenüber im Petit Palais waren wir 2012 schon einmal in dem schönen Café im Innenhof. Es ist noch da und wir stärken uns noch ein wenig. Nun haben wir aber wirklich genug Schritte zurück gelegt. Mit der Metro fahren wir von der Champs Elysée zurück zu unserer Unterkunft.
….oder wo man mit dem Segelboot nicht so schnell hinkommt