Nach dem wir die Scilly Islands für einen Tag besucht und erkundet haben, zieht es uns doch zum Festland und einer Dusche. Das Beiboot haben wir bereits gestern Abend wieder verpackt.
Nach einem ordentlichen Frühstück geht es Anker auf und nach Verlassen der Bucht geht’s es bei mäßigem Wind Richtung Lands End. Wir wollen am Nachmittag Falmouth erreichen. Der Wind kommt so, dass die Yacht auch einen Genaker vertragen könnte. Einige Crew-Mitglieder haben bereits Erfahrung mit solchen Segeln und unser Skipper gibt nach einiger Zeit unserem Quengeln nach.
Wir dürfen das gute Stück aus der Segellast holen!
Nun müssen wir gemeinsam erst einmal das „tausend Teile Puzzle“ zusammen bauen bevor das große Segel gehisst werden kann. Tja und der erste Versuch bringt zunächst eine Zwiebel hervor. Das Segel muss wieder herunter und der Törn ausgedreht werden. Danach klappt das Setzen. Bei 130 Grad Windwinkel steht der Genaker gerae nicht in der Abdeckung des Großsegels und die Geschwindigkeit erhöht sich um knapp 2 Knoten.
Wir betrachten dies natürlich auch als Ausbildungseinheit und alle sollen einmal Steuern und die Lee-Schot bedienen. Beim Steuern kommt es darauf an möglichst stabil Kurs zu halten und auf ein Einfallen der Luv-Liek mit leichtem Abfallen zu reagieren. Auf keinen Fall darf stark angeluvt werden.
An der Lee-Schot muss das Luv-Liek genau beobachtet werden. Es soll immer an der Grenze zum Einfallen gefahren werden. Also ist es immer ein Spiel zwischen Fieren bis das Luv-Liek anfängt einzufallen und dann schnell wieder dicht holen.
Ein Stück hinter Black Head wird der Genaker wieder geborgen. Bei der Größe dieses Segels ein nicht unkritisches Manöver zumal der Wind mittlerweile auf 4 Beaufort aufgefrischt hat. Mit vereinten Kräften ziehen wir das Tuch in den Niedergang und versuchen zu vermeiden, dass es mit dem Wasser in Kontakt kommt. Es gelingt uns das Segel trocken herein zu bekommen.
Das letzte Stück vor Falmouth müssen wir dann gegen die leicht südliche Tiedenströmung ankreuzen. Mittlerweile ist die Crew gut eingestimmt, so dass die Wenden ohne große Verluste gelingen. Am späten Nachmittag sind wir fest auf dem vorreservierten Liegeplatz in der Marina und nachdem wir aufgeklart haben, stürmen alle zur Dusche und schwärmen dann in die Stadt aus.
Für das Abendessen entführt uns ein Crew-Mitglied mit einer Gemüse, Tofu Pfanne und Reis Kulinarisch nach Japan.
Morgen soll es mit eine längeren Schlag weiter auf die französische Seite gehen.



















Deshalb habe ich mich als Crewmitglied für eine Etappe auf der SY „Glücksburg“ angemeldet. Die Tour soll uns von Dun Laoghaire bei Dublin nach Brest führen. Als Vorbereitung habe ich noch einmal das Buch für den Sportseeschiffer heraus geholt. Die ganzen Tidennavigationsmethoden sind auf der Ostsee dann doch etwas in Vergessenheit geraten.
Heute bin ich morgens in Hannover mit der Bahn aufgebrochen, um meinen Mittagsflug von Hamburg nach Dublin zu bekommen. Alles klappt wie am Schnürchen und am späten Nachmittag stehe ich in der Marina und schaue, wo die „Glücksburg“ liegt.