
Nachdem wir gestern bereits um Notre Dame herumgeschlichen sind, haben wir uns damit beschäftigt, wie man am besten da hinein kommt.
Zunächst aber vorweg, der Besuch ist Eintrittsfrei!

Jeder, der einem ein Ticket dafür verkaufen will, ist ein Betrüger! Auf der offiziellen Seite von Notre Dame kann man kostenfrei einen Zeitslott buchen, um ohne lange Warterei hineinzukommen. Dort wird man natürlich um eine Spende für die weiteren Restaurierungsarbeiten gebeten, aber es ist nicht Pflicht. Wer das nicht möchte, kann sich auch einfach in die Schlange vorm Eingang stellen, es könnte aber sein, dass man dann dort dann über eine Stunde steht.
Wir haben uns für den Besuch von Notre Dame ein Zeitfenster ab 10:15 Uhr gebucht. Die Organisatoren gehen eigentlich von 30 – 60 Minuten aus, aber das wird nicht überprüft. Wir haben alle Zeit der Welt, um die schöne Kirche zu bewundern. Auch wenn es sich komisch anhört, die Kirche hat durch die Restaurierung nach dem Brand an Klasse gewonnen. In Erinnerung haben wir ein dunkles graues Gemäuer. Nun kommt der helle Sandstein wieder zur Geltung und die Kunstwerke, wie auch die Scheiben, erstrahlen in kräftigen und schönen Farben. Man sieht aber auch, dass immer noch einiges zu tun ist.

Zum Lunch gehen wir wieder in das kleine Bistro im Quartier Latin, das uns bereits gestern gut gefallen hat. Der zweite Anlaufpunkt soll heute das Grand Palais sein. Unser Weg führt uns durch den von uns so geliebten Jardin du Luxembourg und ja hier sind auch die Modellsegler. Die Olympiade hat hier auch eine kleine Spur hinterlassen. Die Segelboote haben nun alle unterschiedliche Nationalität. Bei dem gefühlt teuersten Eis unseres Lebens lassen wir uns am Rand nieder und schauen den Booten zu.

Weiter lassen wir uns durch die Straßen des 5. Arrondissement durch das trubelige und enge Regierungsviertel treiben. Aus der Basilique Sainte Clotilde dringen Orgelklänge. Wir suchen den Eingang und lassen uns auf den kleinen eher unbequemen Stühlen nieder, um der Musik zu lauschen. Was für ein Gegensatz zu Notre Dame: Wir sind hier fast allein!

Weiter geht es Richtung Hôtel des Invalides. Dort müssen wir die Seine überqueren, um zum Grand Palais zu gelangen. Leider findet im Grand Palais derzeit eine Immobilien Messe statt, aber an der Seite in der Rotonde finden wir eine tolle Ausstellung von Leandro Erlich. Dieser spielt in seinen Installationen mit Spiegelbildern und optischen Täuschungen. Wer durch die Ausstellung durch ist, traut keinem Ausgang, keinem Aufzug und Treppenhaus mehr. Vielleicht ist dies ja auch Teil der Ausstellung?!?
Gegenüber im Petit Palais waren wir 2012 schon einmal in dem schönen Café im Innenhof. Es ist noch da und wir stärken uns noch ein wenig. Nun haben wir aber wirklich genug Schritte zurück gelegt. Mit der Metro fahren wir von der Champs Elysée zurück zu unserer Unterkunft.


















































































































