Besuch im Océanopolis in Brest

Heute sind einige Schauer angesagt – also der ideale Tag,  um etwas in geschlossenen Räumen zu unternehmen. Mit der Ligne Bleue, einer Bus-Linie, die extra dafür eingerichtet ist alle Sehenwürdigkeiten in Brest zu verbinden, fahren wir zum OcéanOpolis. Es ist ein Aquarium für heimische und Übersee Flora und Fauna im Meer, in dem auch geforscht wird. Klar richtet es sich natürlich stark an Familien.

Seeotter
Seeotter

Es beginnt mit dem Gehege für amerikanische und euopäische Fischotter und vielen Informationen über diese Tiere. Zum einen sind die Fischotter von der amerikanischen Westküste, also dem Pazifik deutlich größer, zum anderen verbringen sie die meiste Zeit im Seewasser und bringen dort auch ihre Jungen zur Welt. Die europäischen Verwandten bevorzugen eher eine amphibische Lebensweise. Nach dem Schwimmen im Salzwasser müssen sie sich erst einmal in Süßwasser abspülen. Auch die Jungen kommen an Land zur Welt, sind erstmal blind und brauchen zu Anfang viel Pflege durch die Mutter.

Der nächste Ausstellungspavillion behandelt die Wasserwelt der bretonischen Küste. Diese Wasserwelt ist sehr vielfältig. Da gibt es die zerklüftete Felsküste, die den Meeresbewohnern viele Rückzugsräume bietet. Zwischen den vielen Inseln gibt es Tangwälder und natürlich auch die langen Strände und Sandbänke. Zu guter Letzt gibt natürlich die vielen Häfen. Diese sind nicht nur Anlaufpunkte für Boote und Schiffe aus aller Welt, sondern auch für Flora und Fauna. So gibt es in den Häfen so einige Arten, die mit den Schiffen kamen und nun hier heimisch geworden sind. Die Meeresbiologen hier sehen das übriges sehr gelassen, da über die Jahrhunderte der internationalen Schifffahrt sich immer wieder ein ökologisches Gleichgewicht eingestellt hat.

Ab jetzt wird es gefährlich...
Ab jetzt wird es gefährlich…

Zum Mittag gehen wir in das Rest‘O für eine kleine Stärkung. Draußen vor den Fenstern geht ein heftiger Schauer nieder. Auch die Spatzen und Tauben ziehen sich unter das Vordach des Restaurants zurück.

Nun hat Frankreich auch immer noch Überseegebiete in der Karibik, im indischen Ozean und in Indonesien. Deshalb hat man hier einen neuen Tropenpavillon angelegt, der sich speziell mit der See um diese Gebiete beschäftigt. Die Ausstellung ist so umfangreich, dass es uns nur knapp gelingt durchzukommen und wir zum Schluss von dem Personal freundlich aufgefordert werden, das Gelände zu verlassen, um nicht eingeschlossen zu werden.

Wir trödeln noch an der Marina Moulin Blanc entlang und nehmen dann einen Bus, der uns zurück in die Stadt bringt. Mit einem kurzen Umstieg in die Straßenbahn, gelangen wir dann wieder zu unserer Unterkunft.

Schöne Korallen
Schöne Korallen

Für das Abendessen versuchen wir im ‚Le Crabe Marteau‘ (Der Krabbenhammer) einen Tisch zu bekommen, aber alles ist reserviert. Deshalb gehen wir weiter zur Marina Château in ein Hafenbistro. Nach so viel Fisch haben wir jetzt Hunger 😉

Sauerkraut mit Fisch und Meeresfrüchten, sowie Pizza mit Lachs  - alles sehr lecker!
Sauerkraut mit Fisch und Meeresfrüchten, sowie Pizza mit Lachs – alles sehr lecker!

 

Wandertag am Leuchtturm Saint Mathieu

Wollen wir heute wirklich wandern?
Wollen wir heute wirklich wandern?

Als wir morgens aufstehen, sieht es alles andere als nach einem Wandertag an der See aus. Es regnet und weht kräftig, aber so war es auch angesagt. Wir lassen uns nicht abhalten, packen einige wetterfeste Sachen ein und an der Bushaltestelle kommt sogar die Sonne heraus.

Blick auf die aufgewühlte See
Blick auf die aufgewühlte See

Die Bustour führt durch die engen Straßen in Brest und in den Dörfern Richtung Pointe Saint Mathieu. Der Leuchtturm von Saint Mathieu liegt am Chenal du Nord-Ouest de Molène. Früher war hier ein Benediktiner Kloster, das auch für die Unterhaltung des Leuchtfeuers zuständig war. Von dem Kloster sind heute nur noch die Ruinen über, aber sie ragen noch hoch hinaus und sind auch von See aus neben dem Leuchtturm deutlich zu erkennen.

Die Seenotretter nutzen das stürmische Wetter zu einer Übung
Die Seenotretter nutzen das stürmische Wetter zu einer Übung

Als wir ankommen, bläst ein kräftiger Wind mit etwa 5-6 Beaufort aus Südwest gegen den kräftigen Ebbstrom und bringt die See im Chenal zum Kochen. Im Seehandbuch des Seegebietes befindet sich auch ein entsprechender Warnhinweis, die Wind gegen Strom Situation zu vermeiden. Hier ist Klaus vor gut einer Woche bei schönstem Wetter durchgesegelt. Heute sieht es anders aus und im Chenal ist nur der Rettungskreuzer aus Le Coquet zusammen mit einem RIB-Boot bei einer Übung zu beobachten.

Zum Museum des zweiten Weltkriegs müssen wir ein Stück die Landstraße entlang laufen. Die Küstenbatterie ist schon von Weitem zu sehen.
Zum Museum des zweiten Weltkriegs müssen wir ein Stück die Landstraße entlang laufen. Die Küstenbatterie ist schon von Weitem zu sehen.

Für den Vormittag sind noch einige heftige Schauer angekündigt. Wir begeben uns zunächst zum Musée Memoires 39-45 in der Bunkeranlage der alten Küstenbatterie Graf Spee. In der Ausstellung der alten Bunkeranlage empfängt uns eine sehr bedrückende Atmosphäre mit vielen Zeitzeugenberichten aller Seiten, Exponaten aus der Zeit und Zusammenstellungen über die Kriegszeit.

Zuerst geht es in den Keller. Dort sind die Hinterlassenschaften der Deutschen genutzt worden, um die damalige Situation in den Unterkünften der deutschen Soldaten zu zeigen und auch aus Briefen, Tagebüchern und nachträglichen Berichten zu zitieren. In den Etagen darüber geht es um die französische Bevölkerung. Es kommen Zivilisten, Soldaten, Zwangsarbeiter und Mitläufer zu Wort. Im nächsten Bereich geht es um die Resistance und deren Zusammenarbeit mit den Alliierten. Auch die eingesetzten Spione kommen zu Wort. In einem nachempfundenen privaten „Luftschutzkeller“ sind wir 7 Minuten zu Gast und erfahren während eines fingierten Luftangriffs (inklusive Lärm, Erschütterungen und Stromausfall) von den als Puppen dargestellten Bewohnern von ihren Erlebnissen, aber auch von ihren Wünschen und Hoffnungen. Trotz des düsteren Themas war das eine sehr sehenswerte Ausstellung, die die Menschen in den Vordergrund gestellt hat.

Von dort sind wir froh direkt an die Küste zu kommen, um uns den Wind um die Nase blasen zu lassen. Die Tide ist gekentert und es sind weniger Schaumköpfe zu sehen, da nun Strom und Wind in die gleiche Richtung gehen. Trotzdem ist es da draußen immer noch kein Spaziergang.

An der Küste gibt es einen Punkt, an dem früher Seetang auf den Felsen gesammelt wurde. Dazu gab es eine Hebevorrichtung an der Steilküste, um den Seetang nach oben zu bekommen. Die Aufmauerungen und ausgearbeiteten Steinplatten sind heute noch zu erkennen.

Am Phare de Saint Mathieu gibt es für uns ein Sandwich zur Stärkung. Die Schauer sind erst einmal durchgezogen und wir sitzen in der Sonne. Die Ruinen der alten Abtei sind beeindruckend.

Daneben gibt es auch einen mit einer hohen Mauer umgebenen Garten. Die Mönche mussten sich selbst mit Obst und Gemüse versorgen. Den neuen Leuchtturm hat man neben die Ruinen gesetzt und er überragt sie deutlich.

Die Gedenkstätte für die Seeleute
Die Gedenkstätte für die Seeleute

Neben Abtei-Ruinen und Leuchtturm befindet sich an dem Ort auch eine Gedenkstätte für die Seeleute, die für Frankreich ihr Leben gelassen haben. Über ein paar Stufen geht es hinab in mehrere Räume, in denen Erinnerungsfotos hängen. Die schiere Menge wirkt sehr eindrucksvoll und die Fotos lassen aus Zahlen wieder Menschen werden.

Von hier beginnen wir unsere Küstenwanderung nach Le Conquet. Mehrere Schauerwolken machen Anstalten über uns hinwegzusehen, aber sie gehen vor oder hinter uns durch. So kommen wir trocken in Le Conquet an und mit dem Bus zurück nach Brest.

Warten auf den Bus
Warten auf den Bus

Segeln mit der La Recouvrance und Führung durch Recouvrance

In den letzten Tagen waren wir mit dem Ausflugsboot bereits mehrere Male der La Recouvrance begegnet und hatten die Frage gestellt, ob es möglich ist, auf ihr mitzusegeln

Ja, es ist und wir haben für heute eine Tour gebucht.

Gallionsfigur der La Recouvrance
Gallionsfigur der La Recouvrance

Da wir nicht wissen, wie unsere Vesorgung zu Mittag aussehen wird, versorgen wir uns morgens mit Tee und besorgen uns auf dem Weg zur La Recouvrance belegte Baguettes. Wir sind um 9:30 Uhr am Kai und die Crew macht bereits den Topsegelschoner zum Auslaufen bereit. Für uns Gäste erfolgt um 10:00 Uhr eine Einweisung auf Französisch, Klaus muss irgendwie damit klar kommen, aber er ist ja nicht das erste Mal auf einem Schiff.

Ein Crewmitglied bereitet das Rahsegel vor.
Ein Crewmitglied bereitet das Rahsegel vor.

Der Ableger wird durch die Crew gemacht, uns wird die Seite des Decks zugewiesen, auf der wir am wenigsten im Wege sind. Vor dem Hafen setzt die Crew mit Freiwilligen die Segel. Wir sind natürlich mitten drin.

Gemeinsam wird das Gaffelsegel gesetzt
Gemeinsam wird das Gaffelsegel gesetzt

Bei den Kommandos lernen wir neue französische Worte:

  • Tribord = Steuerbord
  • Bâbord = Backbord
  • Tiens bon = Halt fest
  • Lachez = Lass los

Klaus lernt aber auch, dass es besser ist, gleich zu sagen, dass die Komandos in Englisch kommen sollen. So funktioniert es besser. Der Umgang mit einem Gaffelsegel ist uns ja sehr vertraut, aber die Größe des Segels ist schon etwas besonderes.

Drei Vorsegel sind auch gesetzt
Drei Vorsegel sind auch gesetzt

Die Dame, die übrigens noch nicht sehr alt ist, kommt 60 Grad an den Wind und bei etwa 3 Bft auf etwa 3-4 Knoten Fahrt. Bei der La Recouvrance handelt es sich um den Nachbau eines Topsegelschoners, der früher als Lotsenschoner und auch als kleines Militärschiff mit Deckskanonen genutzt wurde. Wir kommen mit dem Skipper ins Gespräch und er erklärt uns, dass sie vergleichsweise wendig ist und bis zu 10 Knoten Fahrt erreichen kann. Wir erzählen ihm von unserer Erfahrung mit dem Segeln und Gaffelriggs und dass Klaus vor einer Woche von Dublin kommend in Brest eingelaufen ist.

Alle genießen den Ausflug
Alle genießen den Ausflug
Klaus darf die La Recouvrance bis in die Hafeneinfahrt von Brest steuern
Klaus darf die La Recouvrance bis in die Hafeneinfahrt von Brest steuern

Nach der Wende mit Focks und Topsegel back, übergibt der Skipper Klaus für einige Zeit das Ruder. Es gilt 345 Grad am Kompass zu steuern. Für Klaus ist es neu, dass man ohne Ruderrückwirkung nur nach Anzeige von Kurs und Ruderlage steuert. Die Übertragung vom Steuerrad zum Ruder erfolgt hier über eine Hydraulik. Wie so vieles ist es aber alles Gewöhnungssache und der Skipper scheint zufrieden mit dem Steuermann zu sein.

Das Festmachen im Hafen ist sehr aufwändig, da der Platz zum Drehen sehr beschränkt ist. Hier wirft ein Crewmitglied eine Wurfleine zum Steg. An der Wurfleine ist die eigentliche dicke Festmacherleine befestigt.
Das Festmachen im Hafen ist sehr aufwändig, da der Platz zum Drehen sehr beschränkt ist. Hier wirft ein Crewmitglied eine Wurfleine zum Steg. An der Wurfleine ist die eigentliche dicke Festmacherleine befestigt.

Am Ende segelt er die La Recouvrance in den Hafen, in dem er sich kurz zuvor beim Hafenkapitän per Funk angemeldet hat. Im großen Hafenbecken bergen wir wieder mit Crew und freiwilligen Helfern die Segel. Diesmal reicht ein kurzes Wort und Klaus bekommt die Kommandos auf Englisch. Auch die Crew hat natürlich mitbekommen, dass wir nicht ganz unbedarft sind.

Unterwegs haben wir auch den riesigen Trimaran gesehen, den wir schon im Hafen Moulin Blanc gesichtet hatten. Allein das Setzen des Großsegels dauert gefühlte Ewigkeiten. Dafür hat er aber schon etliche Pokale geholt, wie uns der Skipper der La Recouvrance berichtet hat.
Unterwegs haben wir auch den riesigen Trimaran gesehen, den wir schon im Hafen Moulin Blanc gesichtet hatten. Allein das Setzen des Großsegels dauert gefühlte Ewigkeiten. Dafür hat er aber schon etliche Pokale geholt, wie uns der Skipper der La Recouvrance berichtet hat.

Unsere Lunchbaguettes genießen wir auf dem Kai mit Blick auf den Hafen und die La Recouvrance. Bevor wir weiter zu der geplanten Stadtführung im Stadtteil Recouvrance ziehen, gehen wir erst einmal in unser Appartement, da wir viel zuviel Sachen auf die Segeltour mit hatten. Von dort geht es dann zum Tour Tanguy, wo unsere Stadtführung beginnen soll.

Wir sind etwas zu früh da und haben so die Chance, noch einen Tee zu trinken. Als sich das Grüppchen versammelt hat, beginnt unsere Stadtführerin mit der Frage, wer von woher kommt. Wir sind die mit der weitesten Anreise, alle anderen kommen aus Frankreich, einige sogar aus Brest (zumindest als Zugezogene).

Die Stadtführung geht durch den Stadtteil Recouvrance nach dem auch das Schiff benannt ist, mit dem wir heute morgen unterwegs waren. Er gehörte ursprünglich nicht zur Stadt Brest. Es gab dort vorher ein Dorf mit einer Kapelle mit dem Namen St. Kathrin. Durch den Ausbau von Brest zum Marinestandort wuchs die Stadt kräftig und im Dorf siedelten sich zahlreiche zugezogene Arbeiter und Seeleute an. Diese kamen ursprünglich vom Land und sprachen Bretonisch. In der Stadt wohnten die meist auch von außerhalb stammenden Französisch sprechenden Offiziere. Das führte zu der Komplikation, dass sie sich mit ihren Mannschaften eigentlich gar nicht verständigen konnten.

Als sich die Stadt dann ausweitete und das Dorf mit zum Stadtgebiet hinzugenommen wurde, erhielt es den neuen Namen Recouvrance. Auch die Kapelle wurde umbenannt. Der Name soll auf die Frauen hinweisen, die in der Kapelle für die gesunde Rückkehr ihrer Männer beteten. Für die Brestois, die Bewohner der ursprünglichen Stadt Brest, schien diese Eingemeindung nicht recht willkommen zu sein, denn man versuchte sich abzugrenzen und betonte, dass man im eigentlichen Brest wohne – in „Brest même“. Nun brauchten natürlich „die anderen“ auch einen Namen. Da Yannick ein typisch bretonischer Vorname ist, wurden die Bewohner von Recouvrance auch die Yannicks genannt.

La Fontaine mit dem Tour Tanguy und moderner Bebauung dahinter im Stadtteil Recouvrance
La Fontaine mit dem Tour Tanguy und moderner Bebauung dahinter im Stadtteil Recouvrance

Der Ausbau von Brest zum Marinestandort betraf zu Beginn die gesamte Stadt, da diese ja auch immer zur militärischen Befestigung dazu gehört hatte. Dies führte dazu, dass der Hafen im Fluss Penfeld für Marine, Handel und Fischerei gemeinsam genutzt wurde. Auf Dauer war das kein haltbarer Zustand. Es gab also den Beschluss, den Fluss nur noch für die Marine zu nutzen, d.h. man baute neue Häfen für Handel und Fischerei auf der Rade de Brest. Die Marine bekam das gesamte Ufer auf beiden Seiten des Flusses und sicherte diesen durch eine Mauer. Wohnhäuser und andere Gebäude am Flussrand wurden geräumt und abgerissen. Der heute für sich allein stehende Tour Tanguy war damals gar nicht zu sehen gewesen, weil die Wohnbebauung direkt an den Turm angebaut war.

Als nächstes gehen wir ein kleines Stück weiter und stehen direkt neben der besagten Mauer. Dort befindet sich ein Brunnen (La Fontaine). Er stand ursprünglich 27 m weiter auf dem jetzigen Marinegelände. Er hatte Sitzbänke und man konnte dort Wasser holen. Heute ist nur noch der obere Teil zu sehen, weil das komplette Gelände angehoben wurde für die neue Hubbrücke über den Fluss.

Die alte Drehbrücke wurde im 2. Weltkrieg zerstört. Gebaut wurde sie nach einem größeren Fährunglück mit zahlreichen Toten. Der Fährbetrieb über den Fluss wurde vorher von zahlreichen Booten erledigt, die sich in sehr schlechtem Zustand befanden, so dass es immer wieder zu Unfällen kam. Ein besonders schlimmer Unfall gab dann den Anstoß zum Bau der Drehbrücke. Für die Toten des Fährbetriebs gab es sogar einen eigenen Friedhof.

Steile Straßen in Recouvrance. In der Mitte steht eines der ältesten Häuser - das Maison de la Fontaine
Steile Straßen in Recouvrance. In der Mitte steht eines der ältesten Häuser – das Maison de la Fontaine

Der Beschluss für den Bau einer Hubbrücke als Ersatz für die Drehbrücke entstand aufgrund der Furcht vor einem 3. Weltkrieg. Die zerstörte Drehbrücke hatte die Schifffahrt auf dem Fluss komplett blockiert. Die Hubbrücke wurde so gebaut, dass sie nicht nur die üblichen zwei Zustände hat, sondern auch noch einen dritten Zustand, indem sie nach unten abgesenkt wird, um so die Schifffahrt auf dem Fluss zu ermöglichen. Dies wurde bislang nur einmal genutzt, um die neue Straßenbahnverbindung über den Fluss zu installieren.

Für den Wiederaufbau von Brest même wurde das Relief der Stadt erhalten und eine historisierende Bauweise gewählt. Die Stadt wurde aber insgesamt ebener gebaut, also mit weniger Steigungen. In Recouvrance hingegen hat man sich nicht darum bemüht, das Relief zu erhalten, sondern hat zerstörte Häuser durch moderne Bauten ersetzt. Abgesehen vom Bau der Brücke hat man keine Veränderungen am Gelände vorgenommen, so dass die Straßen in Recouvrance steiler sind und es mehr Treppen gibt.

Alte Häuser in Recouvrance mit angebauten Sicherungsringen
Alte Häuser in Recouvrance mit angebauten Sicherungsringen

Alte Häuser in Recouvrance erkennt man interessanterweise an den Ringen oben an der Fassade. Diese wurden zur Absicherung bei Fassaden- und Dacharbeiten angebaut, da es in Brest oft sehr windig ist. Die Seeleute kannten das so von den Schiffen. Uns kommt das vertraut vor. So etwas haben wir an unserem Haus auch angebaut. Weiter geht es dann zum Maison de la Fontaine mit einem nachträglich angebauten Brunnen mit Trinkwasserhahn, den einige gleich nutzen, um ihre Flaschen wieder zu befüllen. In diesem Haus lebte der erste Bürgermeister von Brest, der aus dem Stadtteil Recouvrance kam. Vorher waren alle Bürgermeister aus Brest même gekommen. Er erließ eine Verordnung, dass jeder dritte Bürgermeister aus Recouvrance kommen musste.

Der südamerikanisch anmutende Glockenturm der Kirche Eglise de Saint Saveur de Recouvrance
Der südamerikanisch anmutende Glockenturm der Kirche Eglise de Saint Saveur de Recouvrance

Ein paar Schritte weiter ist der Garten der Entdecker (Jardin des Explorateurs), den wir schon besucht hatten. Unsere Stadtführerin erzählt uns die Geschichte von Jeanne Barret, die als Mann verkleidet unter dem Namen Jean Baré als Assistent des Botanikers Philibert Commerson im 18. Jahrhundert an der Weltumseglung von Louis-Antoine de Bougainville teilnahm. Das Tragen von Männerkleidung war für Frauen damals verboten, aber aufgrund der Fürsprache Bougainvilles wurde sie nicht bestraft, sondern aufgrund ihrer Leistungen mit einer Pension und einem Ehrentitel belohnt.

Der etwas industriell wirkende Giebel der Kirche Eglise de Saint Saveur de Recouvrance
Der etwas industriell wirkende Giebel der Kirche Eglise de Saint Saveur de Recouvrance

Dann geht es wieder bergauf zur Kirche Eglise de Saint Saveur de Recouvrance, eine Nachfolgerin einer Kapelle. Seeleute sollten den Vorgängerbau errichten. Da sie von Maurerarbeiten keine Ahnung hatten, ging das schief und der Bau musste abgerissen werden. Der Baumeister wurde gefeuert. Sein Nachfolger kam vom Marinestandort und hatte bisher mehr mit industriellen Bauten zu tun. Das sieht man der Kirche auch an. Sie  ist schlicht und mit einem südamerikanischen Glockenturm. Derzeit ist sie außer Betrieb, da sie sanierungsbedürftig ist und das Geld fehlt.

Blick von oben in das Trockendock (am linken Bildrand), die Kantine (unten rechts) und das Gefängnis (oben rechts)
Blick von oben in das Trockendock (am linken Bildrand), die Kantine (unten rechts) und das Gefängnis (oben rechts)

Dann geht es weiter vorbei an der der alten Stadtbefestigung (Rempart) zu drei großen Steinen mit Darstellungen eines Seemanns, eines Ehepaars und einem Kind als Erinnerung an die unter dem Pflaster versunkene Stadt, dem Quartier Pontaniou bis hin zum ehemaligen Gefängnis, das außerordentlich lang in Betrieb war. Nun sucht man nach einer neuen Nutzung. Das Gebäude ist wohl verkauft und es gibt erste Ideen.

Wir gehen weiter und schauen von oben hinunter in zwei Trockendocks des Marinestandorts. Am Kopfende befindet sich scheinbar als Teil einer Felswand ein historisches Gebäude mit goldenen Köpfen als Verzierung. Es ist die Kantine auch „Restaurant zum goldenen Löffel“ genannt. Oben drüber ist von hier aus wieder das Gefängnis zu sehen, wie eine Mahnung an die Belegschaft…

Von hier aus geht es wieder ein Stück zurück und auf der anderen Seite der Straße steil die Treppen hinab. Nun stehen wir auf der Rückseite der Kantine in der Rue St. Malo. Auch hier ist das Gelände nachträglich aufgeschüttet worden, so dass die Straße nun über die Kantine hinweg führt. Die dahinter liegende Straße sollte eigentlich abgerissen werden, aber eine junge Frau hatte eine erfolgreiche Kampagne gestartet, um die Straße zu retten. Nun gibt es hier Veranstaltungen und Ausstellungen von Künstlern. Wohnen tut hier niemand mehr. Angrenzend gibt es das ehemalige Gelände eines Heims für sogenannte „gefallene“ Mädchen. La Madeleine so hießen auch anderenorts solche Heime. Dieses ist von rebellierenden Frauen in Brand gesteckt worden. Vermisst hat es wohl niemand. Nur das Gelände erinnert noch daran.

Am ehemaligen Waschplatz mit Holzpantinen gepolsterten Kisten zum Knien am Rand des Wasserbeckens und Waschbrettern
Am ehemaligen Waschplatz mit Holzpantinen gepolsterten Kisten zum Knien am Rand des Wasserbeckens und Waschbrettern

Unsere Stadtführung endet ein kurzes Stück weiter an einem ehemaligen Waschplatz. Er ist nicht frei zugänglich, aber unsere Stadtführerin zückt einen großen Schlüssel und so können wir hier nachvollziehen, wie früher die Wäsche gewaschen wurde. Sie erzählt sehr anschaulich von den damaligen Zuständen – gelobt sei die Waschmaschine!!

Im Restaurant sind wir noch fast allein um diese Uhrzeit
Im Restaurant sind wir noch fast allein um diese Uhrzeit

Den Abend lassen wir dann nach der Führung im Les Ateliers des Capucins ausklingen. Dies sind ehemalige Werkstätten der Marine, die nun als große überdachte Freifläche der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Es gibt Restaurants, ein Kino, ein Museum, eine Kletterhalle, ein paar alte Maschinen und die Prunkbarkasse aus dem 19. Jahrhundert, in der Napoleon III herumgefahren wurde. Eine Familie macht ein Picknick, Kinder fahren mit Rollschuhen umher, in der oberen Etage üben ein paar junge Leute Breakdance, andere lernen gerade Salsa.

Mit der Seilbahn geht es im Anschluss zurück über den Fluss nach Brest même.

Blick aus der Seilbahn über den Fluss Penfeld
Blick aus der Seilbahn über den Fluss Penfeld

Ausfahrt mit dem Ausflugsboot Richtung Île de Ouessant

Auf dem Vorschiff der La Brestoa
Auf dem Vorschiff der La Brestoa

Heute geht es wieder mit dem Ausflugsboot hinaus und zwar in Richtung Île de Ouessant. Dafür müssen wir früh aufstehen, da die Abfahrt bereits um 9:30 Uhr ist und man eine viertel Stunde vor Abfahrt am Boot sein soll. Heute soll die Fahrt etwa 5,5 Stunden dauern und wir haben uns für an Bord ein Lunchpaket mit gebucht.

Der ehemalige deutsch U-Boot Bunker in Brest und darüber die Offiziersschule des Marinestützpunkts
Der ehemalige deutsch U-Boot Bunker in Brest und darüber die Offiziersschule des Marinestützpunkts

Es ist wieder das gleiche Boot mit gleicher Crew wie gestern und wir begeben uns gleich auf unsere Lieblingsplätze auf dem Vorschiff. Die Ausfahrt geht an der nördlichen Seite der Goulet vorbei an den bereits bekannten Leuchttürmen und Festungen, dem Phare du Portzic,  dem Fort du Mengant, dem Phare du Petit Minou hinaus bis zum Phare de Saint Mathieu.

Ab dem Phare du Portzic haben wir kräftigen auslaufenden Ebbstrom mit ordentlich Wind aus SW gegenan, also baut sich eine kurze steile See auf. Wir ziehen uns vorsichtshalber hinter die Spritzschutzscheibe zurück. Allerdings ist unsere Sorge unberechtigt. Das Ausflugsboot setzt zwar in die steile See ein, aber die Gischt geht zur Seite weg und alles auf dem Vorschiff bleibt trocken.

Ponte Saint-Mathieu - von links nach rechts: Sémaphore de la Pointe Saint-Mathieu eine Überwachungsstation der Marine von 1906, die Ruine eines ehemaligen Benediktinerklosters aus dem 16. Jahrhundert, der Leuchtturm Saint Mathieu von 1835 und die Kapelle Notre-Dame-de-Grâce von 1861
Ponte Saint-Mathieu – von links nach rechts: Sémaphore de la Pointe Saint-Mathieu eine Überwachungsstation der Marine von 1906, die Ruine eines ehemaligen Benediktinerklosters aus dem 16. Jahrhundert, der Leuchtturm Saint Mathieu von 1835 und die Kapelle Notre-Dame-de-Grâce von 1861

Vom Phare de Saint Mathieu hält der Skipper südlich an der Île de Beniguet, einem strengen Naturschutzgebiet mit Anlandeverbot zum Leuchturm Pierres Noires. Er markiert die Einfahrt in die Bucht von Brest.  Hier drosseln wir die Fahrt und können einige Kegelrobben auf den Felsen beobachten. Klar werden auch wir beäugt.

Häuser auf der Île de Quemenès
Häuser auf der Île de Quemenès

Nun geht es zur Durchfahrt zwischen der Île de Quemenès und Île de Litiri. Die Île de Quemenès wird von einer Familie bewirtschaftet und baut in dieser Umgebung Kartoffeln an. Die letzte Jahresernte soll 10 Tonnen betragen haben.

Häuser auf der Île de Quemenès
Häuser auf der Île de Quemenès

Ansonsten ist die Durchfahrt von Sportbootfahrern beliebt, die vor der Île de Litiri zum Baden vor Anker gehen. An der flachsten Stelle haben wir laut Skipper nur noch wenig Wasser unter dem Kiel. Bei Springniedrigwasser sollen hier laut Seekarte nur  10cm Wasser stehen, aber der Skipper kennt sich aus und bringt uns ohne Grundberührung durch.

In der Ferne ist der Ort Île-Molène auf der Insel Molène zu sehen
In der Ferne ist der Ort Île-Molène auf der Insel Molène zu sehen

Auf der Nordseite können wir einem Algenfischer bei der Arbeit zusehen. Dieser zieht einen Rechen mit Schneiden durch das Kelb und dann die langen Kelbblätter auf seine Ladefläche. Das Kelb wird als Gemüse in frischer bzw. getrockneter Form verwendet oder getrocknet und zu Düngepulver zermahlen. Hoffentlich lassen die Fischer noch genug übrig, da es auch die Kinderstube für viele Wasserlebewesen ist.

Noch eine Kegelrobbe beäugt uns zusammen mit ein paar Kormoranen
Noch eine Kegelrobbe beäugt uns zusammen mit ein paar Kormoranen

Danach geht es zurück durch die Basse de Penser zurück zum Hafen von Le Conquet, wo wir aber nicht anlegen. Der Skipper will uns die starke Flutströmung zeigen, die hier an den Felsen entlang rauscht. Die Segler nutzen den enormen auflaufenden Strom Richtung Norden durch die Basse de Penser.

Algenernte - Zuckertang ist essbar und wird auch in Kosmetika genutzt
Algenernte – Zuckertang ist essbar und wird auch in Kosmetika genutzt

Das Ausflugsboot fährt weiter dicht unter der Küste gegen den Strom zum Phare de Saint Mathieu. Dabei nutzt der Skipper sogar die Neerströme in den Buchten. Zurück nach Brest trägt uns dann hinter Fort du Mengant der Flutstrom in die Bucht von Brest. Nach etwa 5 Stunden sind wir wieder zurück an Land und gehen erst einmal zum Ausruhen wieder in unser Appartement.

Kriegsgräber in Brest
Kriegsgräber in Brest

Zum Abend machen wir noch einen Spaziergang durch den östlichenTeil von Brest hinter dem Rathaus und landen auf einem Friedhof mit Grabfeldern aus erstem und zweitem Weltkrieg. Neben französischen Opfern, sind hier auch Gräber von alliierten Soldaten. Diese habe meist einen Grabstein statt einem Kreuz.  Auch deutsche Gräber aus dem ersten Weltkrieg finden wir hier.

Wandmalerei in Brest
Wandmalerei in Brest

Bootstour nach Camaret sur Mer

Morgens quält sich die Sonne durch den Nebel
Morgens quält sich die Sonne durch den Nebel

Heute geht es nach Camaret sur Mer, ein Ort in dessen Hafen Klaus vor einigen Tagen noch mit der Glücksburg gelegen hat. Hierzu haben wir uns Karten für das Ausflugsboot von Brest besorgt. Wir sollen eine viertel Stunde vor 11:00 Uhr am Anleger sein. Wir sind rechtzeitig da und am Kai warten bereits eine Menge Ausflügler.

Das Boot fährt dicht an der Südkante der Goulet de Brest entlang und wir werden auf die Befestigungen aus allen Jahrhunderten seit Ludwig dem XIV bis zum zweiten Weltkrieg hingewiesen.

Nach dem Festmachen in Camaret haben wir bis 15:00 Uhr Zeit den Ort zu erkunden. Wir begeben uns erst einmal zum Yachthafen, der an der Festungsinsel liegt, die mit einem Damm mit dem Festland verbunden ist. Auf der Insel gibt es neben der Festung auch eine Kapelle, die wir besuchen. In der Kapelle befinden sich einige Stiftungen von Fischern, die dem Tod auf See entkommen sind. Eine dramatische Erzählung einer Rettung, die sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts zugetragen hat, lässt sich dort im Detail nachlesen. Sie endet damit, dass die geretteten Fischer zwar am Leben geblieben sind, aber durch den Untergang des Bootes auch das Ergebnis von zwei Monaten harter Arbeit verloren haben und nun arbeitslos sind.

Camaret war ein bedeutender Ort der Langustenfischerei, die aber schon früh nur noch vor den Küsten Mauretaniens möglich war, weil die heimischen Gewässer überfischt waren. Aber auch Mauretanien hat lange gebraucht, um sich mit dem Schutz der Meeretiere gegenüber der EU durchzusetzen. Seit den 60erJahren ist die Langustenfischerei in Camaret zum Erliegen gekommen. Die verbliebenen Boote verrotten am Strand.

Danach streifen wir durch den Ort, aber fast alle Galerien, die auch schon vor einigen Tagen Abends geschlossen hatten, haben zu, diesmal wegen Mittagszeit. Nur die Restaurants und Andenkenläden an der Kaikante haben auf. Zu guter Letzt gönnen wir uns einen Tee in einem Café in Sichtweite des Ausflugsbootes.

Fünf Minuten vor 15:00 Uhr gehen wir als letzte an Bord. Die Crew möchte offensichtlich gerne weiter durch den Chenal du Toulinguet vor Camaret. Dort fließt eine starke Tidenströmung. Als wir in die Bucht dahinter gehen, werden wir von einem Delfin verfolgt. Die Freude bei den Passagieren ist groß und alle stürzen mit Kamera oder Handy bewaffnet auf eine Seite. Zum Glück liegt das Ausflugsboot sehr stabil.

Die La Recouvrance segelt zwischen den Felsen hindurch
Die La Recouvrance segelt zwischen den Felsen hindurch

Am  Pointe de Pen-Hir kommt uns die ‚La Recouvrance‘ entgegen. Sie ist der Nachbau eines Topsegelschoners aus Brest, die heute als „Botschafterin“ von Brest fährt. Auf ihr kann man kurze Tagestörns aber auch dreitägige Touren zu den Inseln vor der Bucht von Brest buchen.

Noch ein Felsen mit Kormoranen
Noch ein Felsen mit Kormoranen

Vom Pointe de Pen-Hir geht es um die Felsen herum hinüber zum Phare du Petite Minou. Das Wetter meint es auch heute wieder sehr gut mit uns. Von dort geht es zurück an der Nordkante der Goulet de Brest. Auch hier sind viele Festungen zu sehen. Der Goulet de Brest ist übrigens 35m tief, so dass er auch mit U-Booten durchtaucht werden könnte. Höchstwahrscheinlich gibt es hier auch eine Unterwasserüberwachung.

Die La Recouvrance vor der Felsküste
Die La Recouvrance vor der Felsküste

Nachdem wir wieder im Hafen von Brest sind, genehmigen wir uns in unserer Unterkunft eine Teatime mit bretonischem Kuchen auf dem Balkon. In den letzten Tagen fiel uns immer wieder ein Geruch nach Bohnen auf, aber mittlerweile glauben wir nicht mehr an unsere Theorie mit dem Getreide- oder Futtermittelsilo.  Ein Stück weiter entfernt gibt es ein Firmenschild mit der Aufschrift „Bunger“. Das ist ein großer Konzern, der weltweit Ölmühlen und -pressen betreibt. Auch in Brest hat er eine Niederlassung, in der Raps und Soja zu Öl verarbeitet werden.  

der Phare de Petit Minour vom Wasser aus gesehen
der Phare de Petit Minour vom Wasser aus gesehen

Danach gehen wir zum Schmökern in den große Buchladen an der Rue de Siam. Wie üblich wollen wir uns auch aus diesem Urlaub ein Kochbuch mit örtlichen Rezepten mitbringen. Da Frankreich auch bekannt für Comics ist, müssen wir sehr auf das Gewicht achten. Das muss alles mit nach Hause gebracht werden.

Abends zieht das angekündigte kräftige Gewitter die Bucht in Richtung Westen an Brest entlang. Wir bekommen den Wind und etwas Regen ab und können die spektakuläre Wolkenbildung bewundern.

Gewitterwolke mit eindrucksvollem Böenkragen
Gewitterwolke mit eindrucksvollem Böenkragen