Mark Twain

Wir werden durch dass Prasseln des Regens auf das Dach geweckt. Bei diesem Wetter ist an Aktivitäten im Freien nicht zu denken. Also beschließen wir mit der Familie das Mark Twain House, das in der Nähe ist, zu besuchen.

Der "Butler" von Mark Twain
Der „Butler“ von Mark Twain

Da es gerade nicht regnet, wandern wir alle die Farmington Road in Richtung Stadt. Das Haus ist nur eines von einem Komplex an Häusern von Schriftstellern und Künstlern . Zum Beispiel lebte in direkter Nachbarschaft die Autorin von ‚Onkel Tom‘s Hütte‘: Harriet Beecher Stowe.

Schöne Ecke im Haus von Mark Twain
Schöne Ecke im Haus von Mark Twain

Wir begeben uns auf einen sehr unterhaltsamen und informativen Rundgang mit einem Darsteller, der den Butler George Griffin mimt. Zunächst einmal muss ich lernen, dass Mark Twain nur ein Künstlername war. Mark Twain ist eigentlich eine Tiefenangabe auf dem Mississippi.  Der bürgerliche Name war Samuel L. Clemens und mir war auch nicht bewusst, wie viel dieser Mann geschrieben hat. Da gibt es noch einiges zu lesen…

Die 3 Töchter von Mark Twain
Die 3 Töchter von Mark Twain

Der Rundgang konzenrierte sich auch das ehemalige Wohnhaus und das Leben, das sich darin abspielte. Die Geschichte des Hauses  nach dem Tod von Markk Twain und mehr Informationen zum Leben und zum Werk von Mark Twain finden sich dann noch im angrenzenden Museum.

Der Weg zurück geht leider wieder durch den Regen. Deshalb findet der Rest des Abends zu Hause statt.

Ausflug an die Küste

Wie auch in Kalifornien stehen hier überall die Strommasten, die hier aber wohl auch als Werbeträger dienen. Die zahlreichen Nägel lassen das jedenfalls vemuten.
Wie auch in Kalifornien stehen hier überall die Strommasten, die hier aber wohl auch als Werbeträger dienen. Die zahlreichen Nägel lassen das jedenfalls vemuten.

Karfreitag ist auch hier ein Feiertag. Nach dem Ausschlafen der gesamten Familie wollen wir zusammen etwas unternehmen. Vorher machen wir aber erst einmal einen Spaziergang im Viertel und schauen uns die schönen Häuser hier an. Nach der gestrigen Kälte mit Nieselregen, ist es heute ziemlich warm. Wir wechseln danach erst einmal in kurze Hosen.

Anscheinend ist es hier normal, seinen Vorgarten mit politischen Botschaften zu "schmücken"
Anscheinend ist es hier normal, seinen Vorgarten mit politischen Botschaften zu „schmücken“

Nachdem wir vor noch gar nicht so langer Zeit am Pazifik waren, wollen wir endlich einmal an die Atlantik Küste. Ein Nachbar empfiehlt Hammonasset Beach State Park. Das ist zwar nicht ganz der Atlantik, aber am Long Island Sound, der sich dort in den Atlantik öffnet.

Unser Kunstwerk aus Strandgut
Unser Kunstwerk aus Strandgut

Das Wetter ist ausgezeichnet, aber es ist hier deutlich kälter und wir wechseln wieder in lange Hosen und Jacken. Danach gehen wir mit den Kindern am Strand entlang. Natürlich ist die eine oder andere Welle etwas schneller und es gibt nasse Füße. Aber die trocknen auch wieder. Zur Abwechslung bauen wir gemeinsam aus Strandgut noch ein paar kleine Skulpturen.

Smart Home für eine Fischadler Familie
Smart Home mit Online Überwachung für eine Fischadler Familie

In dem Park gibt es auch ein Nature Center mit einer kleinen Ausstellung von heimischen Tieren in Terrarien und Aquarien. Auf dem Marschland befinden sich einige Gestelle für Osprey Nester. Eines ist bereits bewohnt und die Menunkatuck Audubon Society hat WebCams aufgebaut. Nun wartet man auf die ersten Eier.

Als die Sonne langsam in Richtung Horizont verschwindet, fahren wir nach Hause. Den Abend beschließen wir in einem von außen einfach aussehendem amerikanischen Grill, der aber ein hervorragendes Essen serviert.

Familie in Connecticut

Eigentlich sind wir sehr ausgeruht, aber die Zeitverschiebung von 3 Stunden nach Kalifornien schlägt sich dann doch in einem langen Ausschlafen nieder. Die Familie geht ihrer üblichen Wochenbeschäftigung nach: Arbeiten und Schule.

Wir machen uns nach dem Frühstück nützlich und gehen einkaufen bei Walmart. Den Weg dorthin bestreiten wir nicht, wie in USA üblich mit dem Auto, sondern mit dem Fahrrad. Die 10jährige Tochter radelt vorweg und zeigt uns den Weg. Für uns eine Premiere –  Ich kann mich nicht daran erinnern, jemals hier Fahrrad gefahren zu sein. Hier an der Ostküste ist einiges anders: der Baustil der Häuser, die Straßen mit Gehwegen und ein ausgedehntes ÖPNV-Netz.

Bei Walmart erstehen wir die notwendigen Zutaten, um Brötchen zu backen. Auch hier geben wir uns nicht mit dem amerikanischen Brot bzw. den Brötchen-Attrappen zufrieden. Dabei wird einmal wieder die Küche in eine Backschule verwandelt, damit dieses Know How hier bleibt.

Nach dem Backen gibt es noch ein Essen beim Chinesen um die Ecke. Hierhin können wir ohne weiteres zu Fuß gehen.

In the Air again

Die Rocky Mountains sind noch schneebedeckt
Die Rocky Mountains sind noch schneebedeckt
In den Tälern östlich der Rocky Mountains wird auf einige, bewässerten Feldern Landwirtschaft betrieben
In den Tälern östlich der Rocky Mountains wird auf einige, bewässerten Feldern Landwirtschaft betrieben
Das erinnert mich an Monument Valley
Das erinnert mich an Monument Valley
Der Green River hat sich in einen tiefen Canyon eingegraben.
Der Green River hat sich in einen tiefen Canyon eingegraben.

Auch das erinnert an Monument Valley. Vermutlich sind es alte Vulkanschlote.
Auch das erinnert an Monument Valley. Vermutlich sind es alte Vulkanschlote.


Es ist wieder einmal an der Zeit Abschied zu nehmen. Unser nächstes Ziel ist Hartford an der Ostküste der USA.

Nach dem Frühstück und dem Packen verlassen wir unser kleines AirBnB-Domizil in Santa Margarita, das wir nur wärmstens weiterempfehlen können.

Der Flug führt zunächst über den Südwesten der USA nach Denver. Unter uns ziehen die bekannten Nationalparks vorbei und es gelingen einige Luftaufnahmen. Nach dem Zwischenstop in Denver wird es aber dunkel. Kurz vor 23:00 Uhr landen wir dann in Hartford/Connecticut. Nachdem wir ja kräftig über AA geflucht hatten, hier ein positives Feedback zu United: Der Check In ging einfach und nur mit der erwarteten Gebühr für das Gepäck. Die Maschine war in einem guten Zustand.

Als wir in Hartford ankommen, würden wir gerne als Absacker noch ein kleines Bier trinken, allerdings ist das in diesem Teil der USA nicht so einfach möglich. Die Geschäfte, die Alkohol verkaufen, schließen bereits früh und die Bars stellen bereits gegen Mitternacht die Stühle hoch. Also verkneifen wir uns nach einer kleinen Suchexpedition durch Hartford diesen Wunsch und gehen ins Bett.

The Family Day

Die beiden Quarter Horses der befreundeten Nachbarin
Die beiden Quarter Horses der befreundeten Nachbarin

Der Tag beginnt erst einmal mit einem ausgedehnten Frühstück mit dem Brautpaar. Sie haben sich von den Strapazen der Hochzeit einigermaßen erholt.

Die Nachbarin züchtet Wollziegen
Die Nachbarin züchtet Wollziegen

Da beide ausgesprochene Experten für Wildlife sind, schauen wir uns die Bilder unserer bisherigen Reise an und identifizieren gleich einige Vögel.

Der letzte Sommer war sehr trocken und die schweren Waldbrände sind bis direkt ans Haus herangekommen.
Der letzte Sommer war sehr trocken und die schweren Waldbrände sind bis direkt ans Haus herangekommen.
Im Winter gab es schwere Stürme, die einige alte Eichen gefällt haben.
Im Winter gab es schwere Stürme, die einige alte Eichen gefällt haben.
Seit vielen Jahren führt der Fluss mal wieder Wasser. Damit führt auch die Zufahrt zum Grundstück durch das Wasser.
Seit vielen Jahren führt der Fluss mal wieder Wasser. Damit führt auch die Zufahrt zum Grundstück durch das Wasser.

Nachmittags besuchen wir eine Freundin in der Nähe meiner Schwester, die dort Pygmy Ziegen züchtet und deren Wolle für Strickwaren verwendet. Sie ist auch professionelle Fotografin. Also haben wir auch unseren Rechner mit den Bildern eingepackt.

Unser schön gedeckte Picknicktisch
Unser schön gedeckte Picknicktisch
Auch die Tiere gehören zur Familie und haben natürlich Hunger. Hier schaut das Maultier schon erwartungsvoll.
Auch die Tiere gehören zur Familie und haben natürlich Hunger. Hier schaut das Maultier schon erwartungsvoll.

Den Abschluss des Tages bildet ein Family Dinner. Wer weiss, wann wir jemals wieder in dieser Konstellation zusammen kommen.