Heute verlassen wir Brest. Die Taschen und Rucksäcke sind bereits gepackt und müssen nur noch zum Bahnhof. Das ist bei den steilen Straßen und Treppen von Brest gar nicht so einfach. Morgens machen wir im Apartment klar Schiff und dann geht es mit dem Gepäck zum Bahnhof. -uff!!-

Der TGV fährt durch Frankreich nach Paris-Montparnasse. Da in den TGVs eine Reservierungspflicht besteht, ist der Zug zwar gut gefüllt, aber nicht überfüllt und jeder bekommt einen Sitzplatz. Man kann der Landschaft die Dürre der letzte Monate ansehen. Vom Gare Montparnasse geht es mit der Metro-Linie M4 Richtung Norden. Im Bahnhof ist mit dem Gepäck und den Rolltreppen noch alles ok, aber in der Metro gibt es endlose Gänge mit Treppen hoch und wieder runter. Auch das Umsteigen in die M3 erweist sich als Fehler. Wir müssen noch mehr Treppen bewältigen und uns geht die Frage für den nächsten Teil der Reise in einer knappen Woche durch den Kopf, fährt eigentlich auch ein Bus zum Gare de l’Est?

Unser Apartment befindet sich in der Rue au Maire in der Nähe des Place de la République. Bei der Ankunft sehen wir, dass es sich bei diesem Viertel um das Pariser Chinatown handelt, was uns gut gefällt. Direkt nebenan gibt es jede Menge chinesische Läden, Street Food und Restaurants. Ins Gebäude zu kommen erweist sich als etwas kompliziert. Glücklicherweise und unerwartet gibt es direkt hinter der ersten Eingangstür ein WC, womit alles weitere entspannter vonstatten geht. Zu guter Letzt haben wir auch die zweite Eingangssperre passiert und dürfen mit unserem Gepäck ohne Fahrstuhl in den 4. Stock steigen. Wer sagt denn, dass Urlaub kein Sport ist.

Wir richten uns oben ein und machen erst einmal eine Pause. Danach checken wir, was wir zum Frühstück und für Snacks am Abend brauchen. An der nächsten Straßenecke ist ein Bio-Markt und gegenüber ein China-Laden. Die Versorgung ist gesichert und wir bringen alles nach oben.

Der erste Erkundungsgang in unserem Viertel zeigt etliche China-Läden, dann Taschen, dann Schmuck, dazwischen Vintagekleidung, früher hieß das einmal Second Hand. Zum Abendessen gehen wir gleich unkompliziert in den chinesischen Dumplingladen schräg gegenüber, aus dem uns eine Frau beim Herstellen der Dumplings fröhlich und auffordernd anlächelt. Sie sind exzellent und nicht teuer!!

Uns zieht es danach zu einem Spaziergang zum Kanal St. Martin. Hier steppt am Abend der Bär und uns fällt bereits auf, Paris fährt seit unserem letzten Besuch vor etlichen Jahren heute Fahrrad. Nach einer mittelgroßen Runde landen wir zu einem kühlen Getränk in einem Bistrot um die Ecke, von wo man gut Leute gucken kann.