Heute sind einige Schauer angesagt – also der ideale Tag, um etwas in geschlossenen Räumen zu unternehmen. Mit der Ligne Bleue, einer Bus-Linie, die extra dafür eingerichtet ist alle Sehenwürdigkeiten in Brest zu verbinden, fahren wir zum OcéanOpolis. Es ist ein Aquarium für heimische und Übersee Flora und Fauna im Meer, in dem auch geforscht wird. Klar richtet es sich natürlich stark an Familien.

Es beginnt mit dem Gehege für amerikanische und euopäische Fischotter und vielen Informationen über diese Tiere. Zum einen sind die Fischotter von der amerikanischen Westküste, also dem Pazifik deutlich größer, zum anderen verbringen sie die meiste Zeit im Seewasser und bringen dort auch ihre Jungen zur Welt. Die europäischen Verwandten bevorzugen eher eine amphibische Lebensweise. Nach dem Schwimmen im Salzwasser müssen sie sich erst einmal in Süßwasser abspülen. Auch die Jungen kommen an Land zur Welt, sind erstmal blind und brauchen zu Anfang viel Pflege durch die Mutter.
Der nächste Ausstellungspavillion behandelt die Wasserwelt der bretonischen Küste. Diese Wasserwelt ist sehr vielfältig. Da gibt es die zerklüftete Felsküste, die den Meeresbewohnern viele Rückzugsräume bietet. Zwischen den vielen Inseln gibt es Tangwälder und natürlich auch die langen Strände und Sandbänke. Zu guter Letzt gibt natürlich die vielen Häfen. Diese sind nicht nur Anlaufpunkte für Boote und Schiffe aus aller Welt, sondern auch für Flora und Fauna. So gibt es in den Häfen so einige Arten, die mit den Schiffen kamen und nun hier heimisch geworden sind. Die Meeresbiologen hier sehen das übriges sehr gelassen, da über die Jahrhunderte der internationalen Schifffahrt sich immer wieder ein ökologisches Gleichgewicht eingestellt hat.

Zum Mittag gehen wir in das Rest‘O für eine kleine Stärkung. Draußen vor den Fenstern geht ein heftiger Schauer nieder. Auch die Spatzen und Tauben ziehen sich unter das Vordach des Restaurants zurück.
Nun hat Frankreich auch immer noch Überseegebiete in der Karibik, im indischen Ozean und in Indonesien. Deshalb hat man hier einen neuen Tropenpavillon angelegt, der sich speziell mit der See um diese Gebiete beschäftigt. Die Ausstellung ist so umfangreich, dass es uns nur knapp gelingt durchzukommen und wir zum Schluss von dem Personal freundlich aufgefordert werden, das Gelände zu verlassen, um nicht eingeschlossen zu werden.
Wir trödeln noch an der Marina Moulin Blanc entlang und nehmen dann einen Bus, der uns zurück in die Stadt bringt. Mit einem kurzen Umstieg in die Straßenbahn, gelangen wir dann wieder zu unserer Unterkunft.

Für das Abendessen versuchen wir im ‚Le Crabe Marteau‘ (Der Krabbenhammer) einen Tisch zu bekommen, aber alles ist reserviert. Deshalb gehen wir weiter zur Marina Château in ein Hafenbistro. Nach so viel Fisch haben wir jetzt Hunger 😉





















