
Wie bereits mit der Dame im Paketshop abgesprochen, begeben wir uns nach dem Frühstück mit einem vorgepackten Paket zum Shop. Wir wollen die 10 kg, die das Paket haben darf, voll ausnutzen. Dazu haben wir auch noch einige Bücher und Graphik Novels dabei, die wir mittlerweile in Brest erstanden haben. Die Frau im Paketshop hat offensichtlich viel Spaß an dem ganzen Vorgang und hilft uns das Optimum für das Versenden zu erreichen und am Ende geht das Paket mit genau 10 kg auf den Weg nach Laatzen.

Nach einer Pause fahren wir mit der Straßenbahn Richtung Osten in die Nähe des Botanischen Gartens von Brest. Hier ist eine schöne ruhige Gegend mit Reihenhäusern und wir landen in einem langgestreckten öffentlichen Park, den wir bis zum Eingang des botanischen Garten durchwandern. Er wird auf der ganzen Strecke von einem Bachlauf durchzogen, der früher auch für eine Wassermühle genutzt wurde.

In den 70er Jahren wurde dieser Park angelegt und etwas oberhalb Gewächshäuser gebaut, um speziell Pflanzen aus den französischen Überseegebieten hier bewahren und untersuchen zu können. Daraus hat sich ein Juwel mit vielen endemischen vom Aussterben bedrohten Pflanzen entwickelt. Gerade von Mauritius und La Réunion gibt es hier Pflanzen, die es nicht mehr geben würde, da deren Lebensräumen verschwunden sind. Nur durch Zufall wurden einige Samen von Biologen entdeckt, aus denen man diese Pflanzen nachziehen konnte. Mittlerweile arbeitet man auch auf Mauritius daran, Gebiete wieder so herzurichten, dass man diese Pflanzen dort wieder auswildern kann.
Wir können uns von all diesen Pflanzen nur schwer trennen und werden zum Schließen der Häuser um 17:30 Uhr freundlich hinaus begleitet, aber dürfen noch durch den tollen botanischen Garten gehen, der noch bis 20:00 Uhr geöffnet ist. Hier gibt es winterharte Pflanzen, die in dem Tal des Bachlaufes gut geschützt sind. Da gibt es einen Bereich mit Magnolien, Bambushaine, Palmen, Baumfarne und immer wieder riesige Blattpflanzen, die an Rhabarber erinnern. Der Park wird um diese Zeit auch viel von Fahrradfahrern und Joggern genutzt.
Am Ende landen wir an der Marina Moulin Blanc. Wir kennen nun die Busverbindungen und begeben uns mit der Ligne Bleue wieder zurück zum Hafen und starten einen weiteren, diesmal erfolgreichen Versuch, im ‚Le Crabe Marteau‘ zu essen.
Der Name „Der Krabben Hammer“ ist Programm. Alle Gäste bekommen eine große rote Latzschürze um und auf dem Tisch, der nicht mit einem Tuch, sondern mit Zeitungen bedeckt ist, befindet sich eine kräftige Holzplatte und neben Messer und Gabel werden für jeden auch ein Holzhammer aufgedeckt. Nun kommen die riesigen Krabben mit Kartoffeln und einigen Dips auf den Tisch. Beim Essen des Krebsfleisches aus den Scheren und Beinen ist nun handwerkliches Geschick gefragt.


































