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Hadrians Wall

Dieses Bild stammt aus dem Museum in Wallsend und zeigt, wie sich wohl die piktischen Bauern gefühlt haben müssen, als sie von den Römern von ihrem Land vertrieben wurden, damit diese ihre Mauer bauen konnten.
Dieses Bild stammt aus dem Museum in Wallsend und zeigt, wie sich wohl die piktischen Bauern gefühlt haben müssen, als sie von den Römern von ihrem Land vertrieben wurden, damit diese ihre Mauer bauen konnten.

Heute heißt es Abschied nehmen im Grand Hotel. Wir wollen nun in Richtung Westküste aufbrechen und am Hadrians Wall entlang fahren. Das Hotel hat uns so gut gefallen, dass es sicher noch einmal Startpunkt für eine Schottland Runde sein könnte.

Bei den Ausgrabungen fand man nicht nur das Fort, sondern auch Reste eines alten Rundbaus aus vorrömischer Zeit und die Furchen eines frisch gepflügten Feldes. An diesem Exponat im Museum wird gezeigt, wie vor 2000 Jahren hier die Häuser gebaut wurden
Bei den Ausgrabungen fand man nicht nur das Fort, sondern auch Reste eines alten Rundbaus aus vorrömischer Zeit und die Furchen eines frisch gepflügten Feldes. An diesem Exponat im Museum wird gezeigt, wie vor 2000 Jahren hier die Häuser gebaut wurden

Eine Fahrt entlang des Hadrians Wall braucht natürlich einen richtigen Ausgangspunkt und dieser soll Wallsend an derTyne sein. Wallsend ist einfach zu finden, da es in ganz North Shields gut ausgeschildert ist. Allerdings sieht man bis kurz vor der Ausgrabungsstelle nur die Schilder. Dies liegt daran, dass von den Ruinen des Forts Segedunum nur noch Grundmauern und der angedeutete Grundriss zu sehen sind.

Als die Römer sich aus England zurückzogen, zerfielen viele Anlagen und auch dieses Fort. Im 18. Jahrhundert wurde hier sogar Kohle abgebaut und im 19. Jahrhundert erkannte die Schiffbauindustrie die Bedeutung dieses Ortes an der Biegung der Tyne. In der Folge wurde das Gelände des Forts mit Werftgebäude und Unterkünften für die Arbeiter und ihre Familien überbaut und viele Artefakte aus der Römerzeit gingen verloren. Auch eine Straße geht heute quer über das ehemalige Römerfort.

Als die Werft in den 80er Jahren den Betrieb einstellte, verfielen die Gebäude und man entschied diese abzuräumen und die Reste des Forts freizulegen. Die zugehörige Ausstellung wurde in alten Gebäuden der „Swans & Hunter Werft“ untergebracht, die z.B. solche Vorzeigeschiffe wie die Mauritania gebaut hat. Auf der anderen Straßenseite befinden sich neben den Grundrissen der Baracken für die Legionäre auch Überbleibsel eines Schachts der alten Kohlenmine, ein Rest des Hadrians Wall und die Nachbildung eines Mauerstückes, damit man einen Eindruck von den Dimensionen bekommt.

Die Mauer selbst bestand aus zahnförmigen Steinen an den Außenseiten und einer Mischung aus geschütteten Steinen und Schutt im Inneren. So war es auch unerfahrenen Menschen, wie den Soldaten möglich, eine Mauer zu bauen.
Die Mauer selbst bestand aus zahnförmigen Steinen an den Außenseiten und einer Mischung aus geschütteten Steinen und Schutt im Inneren. So war es auch unerfahrenen Menschen, wie den Soldaten möglich, eine Mauer zu bauen.

Unser Ziel ist von nun an, möglichst nahe an der Mauer entlang nach Westen zu fahren und uns jeweils dort auch Unterkunft zu suchen. In Newcastle ist es nicht so einfach diesen Plan in die Tat umzusetzen. Trotzdem sehen wir auch hier einige Fragmente entlang der Straßen. In Heddon on the Wall gehen wir auf die B6318, die von nun an immer an der Mauer entlang führt.

Unsere erste Unterbringung finden wir in Wylam etwas südlich direkt hinter der Tyne Brücke und dem Bahnübergang im Boathouse, einem Pub mit einigen Gästezimmern.

Blick auf die Tyne im Abendlicht
Blick auf die Tyne im Abendlicht

Wir machen noch einen Spaziergang entlang der Tyne, auf einem Weg, der eigentlich seit März 2021 wegen Uferrutschungen an einer Stelle gesperrt ist. Die örtliche Verwaltung hat ihn selbstverständlich mit Absperrungen versehen, aber weiter ist nichts geschehen. Die Bevölkerung scheint sich dagegen zu wehren. Die vorhandenen Absperrungen sind abgesägt oder umgestoßen. Neuen nachgesetzten Absperrungen widerfuhr das gleiche Schicksal. Am Ende des ufernahen Weges geht es plötzlich auf einen Golfplatz. Wir machen hier kehrt, da wir keine Golfbälle an den Kopf bekommen wollen, aber uns wird klar, dass es bei diesem Weg noch andere Interesse gibt und wer im Gemeinderat wohl das Sagen hat!?!

Das "Boathouse" neben dem kuriosen kleinen Bahnhof von Wylam. Die Schranken sind gefühlt fast immer geschlossen, aber morgen wird bei der Bahn gestreikt. Dann ist freie Fahrt.
Das „Boathouse“ neben dem kuriosen kleinen Bahnhof von Wylam. Die Schranken sind gefühlt fast immer geschlossen, aber morgen wird bei der Bahn gestreikt. Dann ist freie Fahrt.

Den Rest des Abends verbringen wir noch im Pub im Bereich, wo sich eine Gruppe Teenager aus Wylam trifft. Neben unserer Beschäftigung mit den Texten und Bildern müssen wir häufig schmunzeln.  Es hat sich doch nichts geändert.

Es klart auf zum Wolkenbruch

Das grandiose Treppenhaus im Grand Hotel. Wie auf einer Rennbahn, sind alle Stufen nach innen geneigt.
Das grandiose Treppenhaus im Grand Hotel. Wie auf einer Rennbahn, sind alle Stufen nach innen geneigt.

Nach einer erholsamen Nacht genießen wir ein eines „Grand Hotel“ würdiges Frühstück. Das Wetter ist heute eher nass angesagt. Da es noch nicht regnet, entscheiden wir uns, der Tynemouth Priory einen Besuch abzustatten. Es ist ein ganz altes Kloster, dass im 7. Jahrhundert auf einem vorgelagerten Felsen gegründet wurde. Davor wurde der Platz, wie Funde auf dem Gelände belegen, auch von der römischen Armee genutzt. Nach der Übernahme der Kirche durch die englische Krone unter Henry VIII wurde das Kloster aufgegeben, aber weiter militärisch genutzt. Es ist einfach ein Ort, an dem man die Tynemündung sehr gut überblicken und kontrollieren kann.

Während dieser Nutzung als Batterie und Beobachtungspunkt verfielen die alten aus Sandstein gebauten Kirchenbauten. Sie waren aber so monumental, dass selbst die heutigen Überbleibsel die gewaltigen Dimensionen erahnen lassen. Auch die Grabsteine des im 17. Jahrhundert angelegten Friedhofes sind kaum noch lesbar. Die militärische Nutzung dauerte bis in die 70er Jahre an. Im zweiten Weltkrieg befand sich hier eine Flug- und Seeabwehrstellung, um die Industrie und den Hafen von Newcastle vor Angriffen zu schützen. Heute wird die Priory vom „English Heritage“ als historische Stätte betrieben. Da wir noch weitere Sehenswürdigkeiten des „English Heritage“ auf unserer Tour besuchen wollen, erstehen wir den „Overseas Visitors Pass“ für 16 Tage. Während wir die Priory besichtigen, wird der Nebel wieder dichter und geht in Regen über. Am Ende retten wir uns in ein Café in Tynemouth.

Aussichtsturm der T.V.L.B. (Freiwillige Seenotretter Tynemouth)
Aussichtsturm der T.V.L.B. (Freiwillige Seenotretter Tynemouth)

Nachdem der Regen wieder so gut wie aufgehört hat, statten wir dem kleinen privaten Museum der „Tynemouth Volunteers Lifeguard Brigade“ einen Besuch ab. Die T.V.L.B. wurde 1865 nach einem Schiffsunglück in der Tyne-Mündung mit vielen Toten gegründet. Vor den Augen der Bevölkerung waren in einem schweren SO-Sturm zwei Schiffe auf den Felsen gestrandet und man musste hilflos mit ansehen, wie diese Schiffe zerschellten und die Besatzungen mit Passagieren ertranken. Es war einfach keine Ausrüstung zur Hilfe vorhanden. Seither gibt es diese regierungsunabhängige Rettungsorganisation ähnlich der DGzRS, die auch 1865 aufgrund schwerer Schiffsunglücke an der Deutschen Nordsee Küste als unabhängige Organisation gegründet wurde.

Wildes Sammelsurium im Museun
Wildes Sammelsurium im Museun

Das Museum der T.V.L.B. wird mit viel Herzblut betrieben, aber stellt museumspädagogisch eine ziemlich bunte Mischung aus Exponaten dar, deren Zusammenhang mit dem Thema „Rettung aus Seenot“ sich nicht immer erschließen lässt. Aus einigen Berichten von Havarien und Seekarten wird uns langsam klar, warum die Mündung der Tyne bei SO-Sturm eine ziemliche Mausefalle darstellt und immer wieder zu Schiffsunglücken an der gleichen Stelle geführt hat.

Wieder draußen gehen wir die Promenade entlang in Richtung Fischereihafen und können bei Niedrigwasser die Felsausläufer „bewundern“, die so vielen Schiffen zum Verhängnis geworden sind.

Auf dem Weg statten wir noch Queen Victoria einen Besuch ab, die wir schon auf so vielen Reisen gesehen haben.
Auf dem Weg statten wir noch Queen Victoria einen Besuch ab, die wir schon auf so vielen Reisen gesehen haben.

Vom Fischereihafen gehen wir über North Shields zurück nach Tynemouth, um etwas Obst und sonstige Verpflegung einzukaufen und dann zurück in unser Grand Hotel. Hier in der Gegend gibt es noch so viel zu entdecken, dass wir unseren Aufenthalt im Hotel noch um weitere zwei Nächte verlängern.

Afternoon Tea im Drawing Room
Afternoon Tea im Drawing Room

Im Hotel genehmigen wir uns dann noch den legendären „Afternoon Tea“ mit Scones, Gebäck und Sandwichen. Danach sind wir so satt, dass wir definitiv kein Abendessen mehr benötigen.

Da es nun aufgehört hat zu regnen und ein steifer Wind weht, machen wir noch einen Strandspaziergang. Kräftiger Seegang bricht sich am alten Meerwasser-Schwimmbecken und am Strand schlägt nun die Stunde der Surfer. Zum Absacker verholen wir uns anschließend in das dem Hotel angeschlossene Pub. Dort kommen wir mit dem Betreiber eines Tonstudios ins Gespräch, der ganz fasziniert von Petras professionellen Hintergrund ist.

Entdeckungstour in Amsterdam

Heute Morgen weckt uns die Sonne. Sie scheint durch das Hotelfenster und bringt uns schon vor dem Wecken aus dem Bett. Nach einem reichhaltigen Frühstück haben wir noch 4 Stunden Zeit für Amsterdam. Das Gepäck wollen wir im Hotel lassen. Es gibt Schließfächer, aber alle großen Fächer sind belegt und bei der ersten Anlage ist der Belegdrucker leer. Endlich haben wir alles verstaut und laufen los.

Auch heute werden es wieder über 30°C werden – also immer schön im Schatten bleiben. Wir laufen zunächst die Herrengracht entlang. Wir wollen die Altstadt erkunden. Hier waren wir vor sehr langer Zeit am Ende einer Radtour schon einmal. Wir können uns kaum noch erinnern, aber langsam kommen doch einige Erinnerungsfetzen hoch.

Im Hausbootmuseum
Im Hausbootmuseum

Nach einem Wechsel an die Prinzen Gracht besuchen wir ein Hausbootmuseum und lernen, was der Unterhalt eines Hausbootes kostet. Die Miete der Wasserfläche fällt mit ~1k€/Jahr recht niedrig aus, aber etwa alle 4 Jahre muss das Hausboot ins Dock und unten gereinigt, von der Versicherung inspiziert, gegebenenfalls repariert und neu beschichtet werden. Dabei können schnell 4-6k€ den Besitzer wechseln. Dazu kommen dann noch die Reparaturen oberhalb der Wasserlinie und natürlich die Anschlussgebühren für Wasser, Abwasser und Strom. Wir können uns vorstellen, dass es im Winter auch unangenehm kalt werden kann, wenn man hier nicht vorsorgt.

Auf dem Blumenmarkt
Auf dem Blumenmarkt

Anschließend legen wir eine kleine Pause ein und gönnen uns ein kaltes Bitter Lemon. Dann geht es weiter. Die nächste Pause legen wir am Blumenmarkt ein. Es gibt frische Waffeln mit Eis und einem Tee. Uns ist nun klar, dass wir Amsterdam noch einmal etwas länger besuchen müssen.

Yellow Sub bauf der Ij
Yellow Sub bauf der Ij

Zurück im Hotel müssen wir erst einmal abkühlen, bevor wir unser Gepäck greifen und zum Shuttle Bus schleppen. Wir sind eine halbe Stunde vor Abfahrt dort und geniessen den Blick auf die Ij und dann fährt doch tatsächlich ein gelbes U-Boot vorbei und das liegt nicht an der Hitze. Petra singt vor Freude spontan „Yellow Submarine“. Nun freuen wir uns auf die Nordsee und hoffentlich ein wenig Abkühlung!

Blick von oben auf den Fähranleger
Blick von oben auf den Fähranleger

Am Fähranleger funktioniert alles reibungslos. Wir stehen nur ganz kurz in der Schlange beim Check In. An Bord steht an jeder Ecke Personal und weist uns freundlich den Weg. Wir haben eine Außenkabine, aber dort ist es noch ziemlich warm und das Fenster lässt sich nicht öffnen.

Also stellen wir nur kurz unser Gepäck in der Kabine ab und sind dann schnell wieder an der frischen Luft an Deck. Von Deck am Fähranleger hat man einen guten Blick auf die Ij mit ihren Industrieanlagen, Öltanks, Kohlehalden, dem Fischereihafen, zwei großen Wartungsschiffen für die Windparks und große Fischtrawler.

Eine halbe Stunde vor der offiziellen Abfahrt ist das Boarding offensichtlich abgeschlossen und die Fähre legt ab. Beim Auslaufen sehen wir noch den großen Yachthafen von Ijmunden mit einer Ferienanlage auf einer künstlichen Düne innerhalb der Mole und einem langen Strand. Wir würden hier keinen Urlaub machen wollen. Dann lieber die Ij hoch zu den Innenstadthäfen von Amsterdam.

Wir suchen uns ein windgeschütztes Plätzchen auf der Backbord-Seite und geniessen jetzt tatsächlich die Sonne und den Ausblick auf die Reede, zwei Windparks, einen Oldtimersegler, der uns entgegen kommt und die Möwen. Die Nordsee ist spiegelblank, nicht einmal Dünung ist vorhanden.

Sonnenuntergang
Sonnenuntergang

Beim Dinner können wir verfolgen, wie wir eine Hauptschiffahrtsroute kreuzen und zum Ausweichen mehrere Male den Kurs ändern. Als Segler navigieren wir doch immer ein wenig mit und merken, wenn sich die Schiffsbewegungen oder das Motorgeräusch ändert.

Bohrinsel bei Nacht
Bohrinsel bei Nacht

Nach Einbruch der Dunkelheit fahren wir noch an zwei Bohrinseln vorbei.

Korinth, seine Bedeutung und sein Kanal

Loutraki liegt in der Nähe von Korinth, das auf dem Isthmus zwischen Attika und dem Peloponnes liegt. Die Gegend hat zum einen gute Böden für die Landwirtschaft, zum anderen eine strategische Lage. Dies führte dazu, dass sich hier eine sehr einflussreiche und wohlhabende Stadt entwickelte. Man kann dies gut an der Ausgrabungsstätte des antiken Korinth erkennen.

Allerdings haben die Korinther es während ihrer Blütezeit mit wechselnden Partnerschaften getrieben, was am Ende zu einer Eroberung durch die Römer und die totale Zerstörung führte. Erst viel später wurde eine neue Stadt am Golf von Korinth gebaut.

Der Kanal von Korinth wurde erst 1893 eröffnet. Das Konzept zur Querung mit Schiffen geht aber bis in die Antike zurück. Allerdings hat man damals die Schiffe mit Muskelkraft über den Isthmus gezogen. Teile der Steinstraße von damals sind immer noch zu sehen.

Bevor der Kanal gebaut wurde, wurden nicht zu große Schiffe über diesen gepflasterten Weg bis in den Saronischen Golf gezogen. Dadurch sparten sie sich den gefährlichen Weg um den Peloponnes. Die Schleifspuren sind noch gut zu erkennen.
Bevor der Kanal gebaut wurde, wurden nicht zu große Schiffe über diesen gepflasterten Weg bis in den Saronischen Golf gezogen. Dadurch sparten sie sich den gefährlichen Weg um den Peloponnes. Die Schleifspuren sind noch gut zu erkennen.

Der Kanal ist von Ungarn gebaut worden. Dazu musste eine tiefe Kerbe in den Fels geschlagen werden. Für einen Kanal mit Schleusen hatte man oben zu wenig Wasser. Bei seiner Eröffnung verkürzte er die Reise um etwa 250 Seemeilen und vermied die Umschiffung des Kap Malea, welches wohl nicht ganz ungefährlich war.

Heute beschränkt sich die Nutzung hauptsächlich auf Sportboote, da er für moderne Frachter zu schmal ist. Die Kanalgebühren sind dabei nicht unerheblich. 80€ bis 9m Länge. Jeder weitere Meter etwa 25€. Nun ja, mit unserer ‚Lorrikeet‘ hätten wir dann etwa 160€ zu entrichten.
Dafür ist eine eindrucksvolle Kanalfahrt gewiss!

Pflaster treten in Athen

Zweiter Weihnachtsfeiertag und damit wieder ein Tag an dem alle Museen und Ausstellungen geschlossen haben. Aber kein Problem, das Wetter spielt mit.

Kleiner Teich mit Statue und Schildkröten im Nationalgarten
Kleiner Teich mit Statue und Schildkröten im Nationalgarten

Nicht weit vom Hotel liegt der Nationalgarten mit dem Zappeio. Viele Athener nutzen diesen Garten als Laufstrecke. Ob die Luft hier wirklich so gut ist, dass man hier laufen sollte, sei noch dahin gestellt, aber das Grün der Büsche und Bäume vermittelt zu mindestens den Eindruck, dass es hier gesünder sei.

Vom langen Stehen bekommt man schnell Rückenschmerzen, also schnell etwas Gymnastik - das hilft garantiert!
Vom langen Stehen bekommt man schnell Rückenschmerzen, also schnell etwas Gymnastik – das hilft garantiert!

Vor dem Präsidentenpalast, der an den Garten grenzt, können wir eine weitere Form der sportlichen Aktivitäten beobachten – das Männerballet in Uniform. Vor dem Palast schiebt die Nationalgarde choreografiert Wache.

St. Georgskapelle auf dem Lykavettos: Von außen hübsch, von innen blättern die Wandmalereien in großen Flatschen ab.
St. Georgskapelle auf dem Lykavettos: Von außen hübsch, von innen blättern die Wandmalereien in großen Flatschen ab.
Schöner Abstieg vom Lykavettos
Schöner Abstieg vom Lykavettos

Wir winken dann noch bei Herrn Tsipras und begeben uns nach Kolonaki. Dies ist einer der teuersten Stadtteile von Athen und hier befinden sich auch die Botschaften von Frankreich, Deutschland und Großbritannien. Allerdings ist die Botschaft von Großbritannien ziemlich scheußlich. Wir steigen die Ploutarchou zur Lycabettus Funicular, einer Schrägseilbahn zur Spitze. Dieses Mal lassen wir uns hoch befördern, um dann beim Abstieg über den Serpentinenweg die Aussicht genießen zu können. Wir sind offensichtlich nicht die Einzigen, die diese Idee haben. Oben an der Kirche auf dem Lycabettus ist es ziemlich voll. Auf dem Weg nach unten verläuft es sich aber.

Plakat in einem Jazz-Café in Exzarchia
Plakat in einem Jazz-Café in Exzarchia

Nun ist Kontrastprogramm angesagt. Nordwestlich vom Lycabettus befindet sich der Stadtteil Exarchia, der eine Hochburg der autonomen Szene von Athen ist. Die Mauern sind voll mit Graffii und einige Häuser sind ziemlich heruntergekommen. Es gibt aber auch sehr liebevoll zurechtgemachte Ecken und ansprechende Cafés.

Sokrates denkt unterstützt von Athene und Apollon vor der Akademie der Wissenschaften
Sokrates denkt unterstützt von Athene und Apollon vor der Akademie der Wissenschaften
Dieses kleine bescheidene zentral gelegene Haus hinterließ Schliemann seiner zweiten Frau
Dieses kleine bescheidene zentral gelegene Haus hinterließ Schliemann seiner zweiten Frau

Auf der Panepistimiou lassen wir uns dann von dem Großstadtleben treiben und schauen uns die Bauten der Nationalbibliothek, der Universität und der Akademie der Wissenschaften an. Alles Bauten die von Nordeuropäern erdacht und zu Otto’s Zeiten gebaut wurden. Ein Stück weiter in Richtung Syntagma befindet sich dann noch das Schliemann-Haus, dass heute die Münzsammlung beherbergt. Gar keine so schlechte Idee, wenn man bedenkt, dass Schliemann einer der Superreichen seiner Zeit war und dies aus ärmlichstem Verhältnis. Über ihn nachlesen lohnt sich! Nachdem wir noch kurz durch die Galerie des Kaufhauses Attika gegangen sind lassen wir uns noch ein Wenig durch die Plaka bei der Hadrians Bibliothek treiben, um dann im Hotel eine Pause bis zum Abend einzulegen.

Zu manchen Tageszeiten gibt es kräftige Staus in der Plaka
Zu manchen Tageszeiten gibt es kräftige Staus in der Plaka

Heute wollen wir die zweite verbliebenen Kellertaverne in der Plaka ausprobieren. Es sieht so aus, als wenn es diese Art der Restaurants kaum noch gibt. Wir werden sehr herzlich empfangen und der Fisch ist auch wirklich gut. Trotzdem werden wir den Eindruck nicht los, hier  einen Dinosaurier kennengelernt zu haben.

Zum Abschluss des Abends gehen wir noch einmal mit Kameras bewaffnet den Weg am Fuß der Akropolis entlang zum Areopagus Hügel. Hier treffen sich die Jugendlichen.

Schriller Laden in Monastiraki
Schriller Laden in Monastiraki
Eine Katze wärmt sich an der aufsteigenden warmen Luft aus einer der letzten Kellertavernen in der Plaka
Eine Katze wärmt sich an der aufsteigenden warmen Luft aus einer der letzten Kellertavernen in der Plaka

Als wir nach Monastiraki absteigen, wissen wir wo die Partyzone ist. Hier boxt der Papst! Je weiter wir in die Plaka kommen, desto mehr geht alles schlafen. Das war vor 30 Jahren definitiv anders. So ändern sich die Zeiten.