Nachdem wir vor zwei Jahren in Amsterdam und London viel Spaß und Freude mit guter Street Art hatten, wollen wir uns diesmal auch in Paris auf die Suche machen und was liegt da näher, als neue Techniken zu nutzen. Wir lassen uns von KI zusammenstellen, wo die besten Street Art Locations sind. Hier die Ergebnisse:
1. Rue Dénoyez in Belleville (20. Arrondissement)
Die Rue Dénoyez gilt als eine der bekanntesten Street-Art-Straßen von Paris. Auf nur rund 150 Metern finden Sie eine ständig wechselnde Open-Air-Galerie mit Graffiti, Murals, Stencils und Paste-ups. Die Wände werden regelmäßig neu gestaltet. Warum sehenswert?
- Authentische Street-Art-Atmosphäre
- Viele lokale und internationale Künstler
- Ideal für Fotografie
Metro: Belleville
2. Das 13. Arrondissement rund um den Boulevard Vincent-Auriol
Der Boulevard Vincent-Auriol ist praktisch ein Freilichtmuseum für monumentale Wandgemälde. Entlang der Häuserfassaden finden sich über zwei Dutzend XXL-Murals von Künstlern wie Shepard Fairey (Obey), D*Face, Inti, Cryptik oder Hush. Highlights:
- „Liberté, Égalité, Fraternité“ von Shepard Fairey
- „Turncoat“ von D*Face
- Die kalligrafischen Werke von Cryptik
Metro: Nationale, Chevaleret oder Quai de la Gare
3. Butte-aux-Cailles
Ebenfalls im 13. Arrondissement liegt dieses dorfähnliche Viertel mit kleinen Gassen und vielen Werken von Künstlern wie Miss.Tic, Seth oder Jef Aérosol. Anders als die monumentalen Fassaden am Boulevard Vincent-Auriol wirkt die Street Art hier eher intim und in das Stadtbild integriert.
Tipp: Einfach ohne festen Plan durch die Straßen schlendern.

Wir machen uns also auf den Weg. Nach Belleville ist es nicht so weit und wir gehen zu Fuß. Nördlich vom Place de la Republique kommen wir an einem Zelt vorbei, neben dem ein Kinderställchen steht. Wir sind irritiert und schauen genauer hin: Offensichtlich lebt hier eine junge Mutter mit ihrem Baby auf der Straße!
Die Werke in Belleville sind so, wie man sich Graffiti vorstellt. In einer kleinen Straße befinden sich eine Menge Tags und dazwischen immer wieder Darstellungen, die einem künstlerischen Anspruch standhalten.
Die Street Art, die man am Boulevard Vincent-Auriol sehen kann, ist großflächig und ganz offensichtlich beauftragt, was sie nicht weniger interessant macht. Dadurch kommt den Street Art Stücken aber die Spontanität und das Überraschungsmoment abhanden, die sonst Street Art auszeichnet. Die Hochhaussiedlungen wirken auf jeden Fall durch die großflächigen Bilder im Comic-Stil deutlich weniger trist.
Die dritte Location Butte-aux-Cailles verteilt sich, wie von der KI beschrieben, tatsächlich über ein größeres Viertel und hinter jeder Ecke können sich interessante Street Art Stücke befinden. Einige haben Dinge in Plakatform vorbereitet und diese dann auf Mauern geklebt, aber hier stellt sich dann die Frage nach der Einzigartigkeit und wenn sie älter werden, drohen sie abzublättern.
Nachdem wir eine gewisse Sättigung erreicht haben, besteigen wir wieder die Metro und ruhen uns ein wenig aus, da wir für den Abend im Konzert von „Gospeldream“ in der American Cathedral am Boulevard Georg V Karten haben. Wir machen uns rechtzeitig auf den Weg und steigen am Place de l’Alma aus der Metro.

Da wir noch etwas Zeit bis zum Einlass haben, schlendern wir noch etwas durch die Gegend. Der Unterschied zu den Locations am Tage könnte krasser nicht sein. Die Engländer würden das schlicht als POSH bezeichnen.

Das Konzert des Gospel Chors, der nur aus 14 Sängern und einem Pianisten bestehen ist ein Ereignis. Sie haben das klassische Gospel Repertoire, trotzdem gibt es einige Stücke, die uns unbekannt sind und fast alle Sängerinnen und Sänger sind auch gute Solisten. Im letzten Teil des Konzertes gelingt es, auch das Publikum mit einzubeziehen.
Sehr beschwingt nach diesem tollen Tag und Konzert gehen wir noch in die Brasserie „Le Rio de Piqué“, in der wir uns die letzten Abende schon sehr wohl gefühlt haben.























