Frische Links

Eigentlich wollte ich ja über meine Reiselektüre schreiben, aber dann habe ich mich in die Weiten des Internets begeben und auf den Seiten von GEO, SPIEGEL und ZEIT noch so einige Artikel gefunden. Die Links findet Ihr in den entsprechenden Rubriken auf der rechten Seite.

Die Dias haben wir nun gestern zum ersten Mal gesichtet und erfreulich wenig aussortiert. Nur die Versuche mit meiner alten Minolta AF Unterwasseraufnahmen zu machen sind gänzlich gescheitert: Alle Bilder sind verwackelt 🙁

Einige der Digitalfotos habe ich in der Zwischenzeit in ein paar ältere Beiträge auf diesem Weblog eingestreut. Ursprünglich wollte ich das schon von Sharm-El-Sheikh aus tun, aber dort hatte es aus unerfindlichen Gründen nicht funktioniert.

Haie!

Keine Sorge, ich habe noch so einiges zu schreiben 😉

Gestern war ich in Muenchen im Kino im Forum des Deutschen Museums. Sie werben damit, dass sie ein digitales Kino haben und dass musste ich mir mal ansehen und habe den Film „Sharkwater“ gesehen. Das digitale Kino hat mich nicht ueberzeugt. Da gehe ich doch lieber wieder in ein analoges mit grosser Leinwand und ordentlichem Sound, aber der Film war sehr eindrucksvoll. Neben vielen eindrucksvollen Unterwasseraufnahmen sind Dokumentationen ueber die Arbeit von Organisationen, die mit Greenpeace zusammenarbeiten und sich fuer den Schutz von Haien einsetzen zu sehen. Das ist spannender als mancher Krimi.

Wo ich schon beim Thema Film bin: An unserem ersten Tag auf dem Tauchboot war ein Kameramann mit dabei, der regelmaessig komplette Filme ueber die Tauchfahrten dreht und anschliessend den Tauchern zum Kauf anbietet. Wir haben ihm eine Kopie abgekauft und am Wochenende auch endlich angeschaut. Als Zugabe gab es eine DVD mit den besten Unterwasseraufnahmen, die er und seine Kolleginnen gedreht haben. Auch dies ist sehr eindrucksvoll, aber nur bei uns zu sehen und nicht im Kino!

(Das Bild rechts habe natürlich ich gemacht…)

Wieder zu Hause

Wir sind gut zu Hause angekommen. Nichts ist unterwegs verloren gegangen, sogar der Wanderstock ist mit gekommen, sehr zur Belustigung des Personals am Check-In und der Crew 🙂

Die Sachen sind mittlerweile ausgepackt und wir müssen nun „nur noch“ unseren Kulturschock verdauen.

Nachtrag:

Die Sache mit dem Wanderstock muss ich noch erklaeren. Ich hatte Sorge, dass meine Knie beim bergab laufen im Hochsinai streiken wuerden, so wie sie das in der Vergangenheit schon so oft gemacht haben. Ich wuenschte mir deshalb sehnlich einen Wanderstock. Klaus fand schliesslich einen Stock aus Feigen- oder Olivenholz (genau haben wir das nicht klaeren koennen) und hat daraus unter der sachkundigen Anleitung der erfahrenen Bergsteiger einen Wanderstock fuer mich geschnitten. Dieser Stock wurde in den darauffolgenden Tagen noch ein wenig nachgeschnitzt und war der perfekte Wanderstock fuer mich. Zum Dank habe ich alle erklommenen Gipfel namentlich eingeritzt, denn meine Knie haben alle Gipfel tapfer ueberstanden.

Wir hatten jedoch grosse Sorge, ob ich diesen Stock auch mit nach Hause nehmen koennte. Ich habe ihn deshalb am letzten Tag noch kraeftig mit Nivea eingerieben. So sah er deutlich hochwertiger und sauberer aus. Am Flughafen habe ich ein wenig gehumpelt und mich kraeftig auf den Stock gestuetzt. Am Check-In haben sie sich amuesiert, mir den Stock abgenommen und ihm eine eigene Boardingcard verschafft. Nach der Landung in Frankfurt tauchte er nach etwas telefonieren unter den amuesierten Crewmitgliedern auch zuverlaessig wieder auf 🙂

Letzter Tag

Es ist zu heiss und das schon seit drei Tagen. Ich habe zwar kein Thermometer, aber die Aegypter sagen, es waere wie im August. Das Wasser hat mittlerweile 26 Grad. Gestern wurde berichtet, dass es schon morgens 38 Grad Lufttemperatur gab. Mir reicht es, ich will nach Hause!!!!

Unsere Sachen stehen gepackt im Hotelzimmer, wir duerfen das Zimmer noch bis 17 Uhr behalten. Ein Kuesschen (natuerlich nur virtuell) fuer das Hotel!

Es ist also Zeit fuer einen Rueckblick:

Richtig gut gefallen hat uns:

  • das Hotel: hier steigen viele Leute ab, die auf Durchreise sind und man hat nicht ganz so den Eindruck hinter Mauern zu leben. Alle Leute sind ausgesprochen freundlich, auch wenn sie immer Pommes bringen obwohl wir Reis bestellt hatten und sie dann wieder in die Kueche laufen muessen.
  • die Wuestentour und hier speziell der erste Teil in der Sandwueste: die Landschaft ist atemberaubend und Kamelreiten war richtig nett
  • die Betreuung durch unsere Reiseleiterin, mit der wir sogar gestern abend noch einmal unterwegs waren
  • Unsere Reisegruppe, in der niemand aus der Rolle gefallen ist und alle jederzeit hilfsbereit waren.
  • das Singen abends am Lagerfeuer. Ich habe schon lange nicht mehr so viel gesungen und so viele Lieder aus der ex-DDR kennen gelernt.
  • die Tauchbasis Werner Lau. Hier haben wir uns zu jeder Zeit sicher aufgehoben gefuehlt. Die Ausbildung hat ein gutes Niveau.

Nicht so gut hat uns gefallen:

  • Die kuenstliche Atmosphaere von Sharm El Sheikh
  • Die Hitze in den letzten Tagen und die damit verbundene Appetitlosigkeit
  • Russische Reisegruppen, die um 9:15 Uhr im Dauerlauf den Strand stuermen, um sich eine Liege zu reservieren
  • Am Old Market staendig (auf Russisch) angesprochen zu werden
  • Zerstoerte Korallenriffe durch willentliches Sprengen, so wie in Na-ama Bay oder auch durch gedankenlose Touristen. Hier wuerde sicherlich Aufklaerung teilweise weiterhelfen, denn am Strand steht nur ein Schild mit der Aufschrift „Rettet die Korallen“ aber niemand verraet den Touristen wie das geht!
  • Fehlende Informationen und Aufklaerung ueber die Natur und die vorhandenen Oekosysteme. Hier sind fuer uns die USA leuchtendes Vorbild.

Fazit: Strand- oder Tauchurlaub muss nicht sein, schon gar nicht bei der Hitze, aber eine Wuestentour wuerden wir jederzeit gern wieder machen.